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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

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Kindheit

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Kinderarmut...
ist (wieder) ein Problem, auch in den reichsten Ländern der Erde. Sie ist hier direkte Konsequenz der Umverteilung von Eigentum von unten nach oben. UNICEF-Studien zufolge stieg von 1995 bis 2005 die Anzahl der als arm eingestuften Kinder in 17 und fiel in 7 von 24 OECD-Staaten.

Deutschland verzeichnete einen überdurchschnittlichen Anstieg um 2,7 Prozent. Dabei war gerade in Deutschland die Kinderarmut schon einmal fast besiegt: 1965 war nur jedes 75. Kind auf Sozialhilfe angewiesen. Heute leben 10,2 Prozent der deutschen Kinder in Armut, 14 Prozent beziehen hierzulande Sozialgeld.

Herabgesetzte Bildungschancen gehören zu den wichtigsten Armutsfolgen: Ausgangspunkt sind oft schon bei der Einschulung vorliegende Defizite in Grob- und Feinmotorik und bei den Sprachfähigkeiten. Die mangelnde Sprachfähigkeit mündet später in nur ansatzweise vorhandene Lese- und Schreibfähigkeit ein. Den "Kontakt zur Welt" stellen dann fast ausschließlich elektronische Medien her.

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Elektronische Medien im Kinderzimmer
Bildungsniveau der Eltern eigener Computer eigenes TV-Gerät
hoch 32,6% 16,0%
mittel 38,3% 43,1%
gering 42,3% 57,3%
(aus: Christian Pfeiffer et all., Die PISA-Verlierer - Opfer ihres Medienkonsums, Kriminologisches Institut Niedersachsen, 2007)