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Nahverkehr
U-Bahn

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U-Bahn-Geschichte
Wie so viele Erfindungen ist auch die U-Bahn aus der Not geboren, einer Not, welche zuerst die Riesenmetropole London ereilte: Verkehrschaos gab es dort schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als woanders noch beschauliche Ruhe herrschte.

Charles Pearson, bekannt als Vater der Londoner U-Bahn, kam deshalb auf die Idee, Verkehr in die dritte Dimension zu verlagern: entweder auf Stelzen hoch oben in der Luft, oder im Dunklen tief unter dem Pflaster. Auch aus ästhetischen Gründen siegte letzteres. Chefingenieur Sir John Fowler ließ also rund 3.500 Arbeiter ganze Straßenzüge niederlegen, um Platz zu schaffen.

Gelegen kam den U-Bahn-Bauern der lehmige Boden unter der britischen Hauptstadt: Während des Ausschachtens blieb die im Boden vorgetriebene Röhre hinreichend lange stabil, um in Ruhe Stützen einziehen zu können.

Zur Eröffnung der ersten Strecke - am 10. Januar 1863 - fuhren freilich nur dampfgetriebene Züge, was Entlüftungsprobleme mit sich brachte. Erst nach 1890, als elektrische Antriebe entwickelt waren, wurde es möglich, Strecken auch tiefer verlaufen zu lassen. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts war London von einem dichten Schienennetz unterquert.