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Alkohol

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Alkohol - der Begriff
Alkohol, im Arabischen al-kuhl, stand ursprünglich für sehr feines Antinompulver, das als Augenschminke benutzt wurde. Im übertragenen Sinn war Alkohol die geistige Essenz, die für die irdene Essenz als Lösungsmittel diente. Nach Europa gelangte dieser Begriff während der langen arabischen Herrschaft in Spanien. Auch in der spanischen Sprache bedeutete alcohol ursprünglich feines, trockenes Pulver, was, als Bezeichnung für verschiedene Produkte, in die Alchemie Eingang fand.

Erst Paracelsus benutzte alcohol vini im heutigen, engeren Sinn für Weingeist und Essenz des Weines. Der Begriff Alkohol in moderner Bedeutung existiert erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als es der Wissenschaft das erste Mal gelang, den Alkoholgehalt von Flüssigkeiten zu bestimmen. Zwar war seit dem 17. Jahrhundert bekannt, dass eine bestimmte Substanz in Getränken berauschend wirkt, doch bezeichnete man diese als "Oel" oder "Spiritus".

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Die Kunst des Weinbrennens
Branntwein ist eine vergleichsweise junge menschliche Erfindung. Die Kunst des Weinbrennens und ihre Anwendung setzte sich erst im 12. Jahrhundert durch. Damit entstand eine neue Qualität von alkoholischen Genussmitteln - Branntwein berauschte stärker. Im Unterschied zu Wein und Bier waren Spirituosen auch länger haltbar. Am Anfang war es jedoch schwer, dieses Getränk herzustellen, da das Geheimnis um den begehrten Schnaps gehütet und die Anfertigung kompliziert war. Außerdem wurden über mehrere Jahrhunderte ausschließlich aus Wein Spirituosen gewonnen. Das Alkoholangebot vermehrte sich also nicht, sondern variierte nur.

Das Weinbrennen stand vor allem im Dienst der Medizin, die glaubte, damit ein Heilmittel gefunden zu haben. Ausgangspunkt für die Herstellung von Branntwein war die berühmte medizinische Hochschule von Salerno am Thyrrenischen Meer. Von dort aus verbreitete sich die Kenntnis über die Produktion im 13. Jahrhundert bis nach Europa. Erst im 15. und 16. Jahrhundert löste sich der Branntwein aus dem Medizinmonopol und begann als Genussmittel Einfluss auf die Trinkgewohnheiten auszuüben.