Tests ...
Deutschlandweit sind schon zehn bis zwanzig Prozent aller Menschen von allergische Beschwerden befallen. Zum Glück gibt es wirkungsvolle Testverfahren und Behandlungsmöglichkeiten.Es gibt etwa zwanzigtausend wissenschaftlich bekannte Allergene. Um herauszufinden, worauf der Patient allergisch reagiert, kommt die Allergiediagnostik zum Einsatz. Sie besteht aus vier Schritten:
1. Schritt: Anamnese
Dabei schildert der Patient seine häusliche und berufliche Umwelt, seine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sowie das psychosoziale Umfeld. Besonders wertvoll sind selbst beobachtete Beziehungen zwischen den allergischen Symptomen und möglichen Allergenen: Bleibt die Luft weg beim Spaziergang durch ein Birkenwäldchen?
2. Schritt: Hauttests
Hier bringt der Arzt Proben verschiedener möglicher Allergene auf die Haut und beobachtet sie. Allergische Reaktionen zeigen sich in Form von Pusteln oder Quaddeln.
Der Prick-Test: Dabei trägt der Arzt einen Tropfen mit der Testlösung auf den Arm auf. Anschließend durchsticht er die Haut an dieser Stelle mit der so genannten Prick-Lanzette circa einen Millimeter tief. Bei bestehender Allergie bildet sich nach etwa zwanzig Minuten eine Quaddel.
Der Intrakutan-Test: Er ist etwa zehntausend Mal empfindlicher als der Prick-Test, schlägt aber häufiger falsch an. Hierbei spritzt der Mediziner dem Patienten ein Allergen direkt in die Haut.
Der Reib-Test: Der Arzt reibt das originale Allergen mehrfach auf der Innenseite des Unterarms hin und her. Der Test wird bei einer hochgradigen Sensibilisierung des Patienten angewendet.
Der Epikutan-Test: Der Testperson wird ein Pflaster mit allergenhaltiger Substanz auf dem Rücken befestigt. Nach 24, 48 oder 72 Stunden liest der Arzt die Reaktionen ab.
3. Schritt: Labortest
Der Bluttest: Im Labor testen Ärzte die Blutproben auf Reaktionsbereitschaft und spezifische Sensibilisierung. Ein Kriterium ist das Vorhandensein von lgE-Antikörpern, die nur Allergiepatienten im Übermaß produzieren.
4. Schritt: Nachanamnese/Provokation
Eine Nachanamnese ist notwendig, um zu überprüfen, ob Symptome und Testergebnis zusammenpassen. Bei dem Provokationstest ahmt man natürliche Bedingungen nach und beobachtet, ob der Patient dieselben allergischen Reaktionen aufweist...
Seite
1
| 2
Dieser Artikel gehört zum Thema
| Allergien | ![]() |




