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Allergien

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Das Beifußblättrige Traubenkraut (lateinisch: Ambrosia artemisiifolia) ist eine einjährige krautige Pflanze. Sie keimt im April und wächst zunächst nur langsam. Erst ab Juni schießt sie in die Höhe und streckt sich bis zu zwei Meter hoch. Ab Ende Juli bildet Ambrosia kleine, unscheinbare Blüten und produziert pro Pflanze bis zu einer Milliarde seiner aggressiven Pollen. Beim ersten Frost stirbt das Kraut, hinterlässt jedoch bis zu fünfzehntausend Samen. Für deren Verbreitung ist hauptsächlich der Mensch verantwortlich.

Nach Deutschland gelangen Ambrosiasamen vor allem von den Mais- und Sonnenblumenfeldern in Südosteuropa - per Vogelfutter: Tests ergaben, dass manche Körnermischungen mehrere hundert Ambrosiasamen pro Kilogramm enthalten. Wer im Winter Vögel füttert, sollte seinen Garten darum jedes Jahr nach Ambrosia absuchen und eventuell einschreiten. Kleine Bestände lassen sich mühelos manuell beseitigen, indem man die Pflanze vor der Blüte samt Wurzel herauszieht und - in einen Plastiksack verschnürt - in den Hausmüll gibt.

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Als Neophyten werden Pflanzen bezeichnet, die nach dem Jahr 1492 in Regionen eingeführt wurden, in denen sie vorher nicht heimisch waren. Das kann bewusst geschehen, etwa bei Nutzpflanzen wie Tomaten und Kartoffeln oder bei "schönen" Gewächsen wie dem Gemeinen Flieder.

Durch den wachsenden Warenverkehr über die Ozeane gelangten unbeabsichtigt allerdings auch Pflanzen nach Europa, die als weniger nützlich und freundlich angesehen werden. Manche dieser Arten haben in ihrer neuen Heimat keine natürlichen Feinde und breiten sich daher fast ungehindert aus. Drohen sie, einheimische Flora zu verdrängen, spricht man von invasiven Arten. In Europa zählen dazu der Amerikanische Stinktierkohl, der Japanische Staudenknöterich und die Schmalblättrige Wasserpest.

Von manchen Einwanderern gehen sogar Gesundheitsgefahren aus: Der Saft des Riesen-Bärenklaus, der aus dem Kaukasus nach Mitteleuropa kam, führt zu schmerzhaften Hautreaktionen. Auf rund siebenhundert schätzt der Ökologe Ingo Kowarik die Zahl der nichteinheimischen Pflanzen hierzulande. Problematisch seien davon jedoch nur etwa fünfzig.