Frühstart ins Leben
Ein Baby gilt als Frühchen, wenn es über drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt kommt. Dank des medizinischen Fortschritts sind die Überlebenschancen heute sehr gut.60.000 Frühchen im Jahr: Ungefähr jedes zehnte Kind kommt mehr als drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt - mit guten Überlebenschancen.
60.000 Frühchen im Jahr
Amillia ist der frühgeborenste Mensch der Welt, das kleinste Frühchen, das den Sprung ins Leben geschafft hat - eine medizinische Sensation. Ein Baby gilt als Frühchen, wenn es mehr als drei Wochen vor dem errechneten Termin entbunden wird. In Deutschland ist etwa jedes zehnte Neugeborene ein Frühchen, insgesamt rund 60.000 Kinder pro Jahr - eine Rate, die in der gesamten westlichen Welt ungefähr gleich hoch ist. Dank des medizinischen Fortschritts stehen die Chancen für die meisten Frühchen gut, auch ohne Spätfolgen zu überleben.
Aus dem Gleichgewicht
Doch das Risiko bleibt. Wie entstehen Frühgeburten? Welche Möglichkeiten gibt es, sie zu verhindern? Ist eine Frau schwanger, wird ihr Körper von Hormonen überschwemmt, sobald sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat. Die Muskelspannung im Uterus lässt nach, es entsteht ein bequemes Bett für den Fötus, in dem er in Ruhe wachsen kann. Parallel zum Wachstum des Kindes steigt der Spiegel des Oxytocins im Blut - das ist der Stoff, der Wehen auslöst. Bei Frühgeburten gerät das natürliche Gleichgewicht durcheinander, der Oxytocinspiegel steigt zu früh, der Körper signalisiert lange vor dem günstigsten Termin, dass das Baby auf die Welt kann.
Häufig erkennen Mediziner frühzeitig, ob eine Frühgeburt droht. Diverse Methoden helfen, die Schwangerschaft zu erhalten.
Frühgeburten sind kein unabwendbares Schicksal mehr. Ärzte haben eine Vielzahl von Methoden entwickelt, mit denen sich Schwangerschaften verlängern lassen. Zur Vermeidung von Vaginalinfektionen, der häufigsten Ursache von Frühgeburten, stehen Selbsttests für schwangere Frauen bereit. Greift das nicht, und siedeln sich dennoch Bakterien an, verengt der Arzt den Gebärmutterhals mit einer Schlinge. Die Erreger sollen so davon abgehalten werden, in die Gebärmutter aufzusteigen und eine Frühgeburt zu provozieren.
Wirksames Mittel
Drastischer ist der totale Muttermundverschluss. Er kann Frühgeburten selbst dann noch verhindern, wenn die Infektion bereits fortgeschritten ist - in rund achtzig Prozent aller Fälle wirkt dieses Mittel. Oft helfen schon Wehenhemmer, die die Geburt hinauszögern. Trotz aller Bemühungen: Ganz ausgeschlossen werden können Frühgeburten nie. Manchmal ist der Prozess zu weit fortgeschritten, um die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten...
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Die Ursachen für eine Frühgeburt...
sind vielfältig. Der häufigste Grund sind vaginale Infektionen. Doch auch Veränderungen am Gebärmutterhals, etwa durch Myome (gutartige Wucherungen), können eine verfrühte Geburt auslösen, ebenso wie hormonelle Störungen oder die vorzeitige Ablösung der Plazenta.
Auch Mehrlingsschwangerschaften dauern oft nicht die vollen vierzig Wochen. Sind mehrere Babys im Bauch, wird der Uterus überdehnt, die Muskelrezeptoren melden dem Körper, dass das Baby schon groß ist und auf die Welt kann - obwohl nicht ein großes, sondern mehrere kleine Babys im Bauch sind.
Frauen, die schon mehrere Fehlgeburten erlitten haben, leben mit dem Risiko von Frühgeburten, da ihr Gebärmutterhals meist geweitet ist und seine Haltefunktion frühzeitig nachlassen kann. Auch das Alter der Mutter, die physische und psychische Verfassung und ihre Lebensweise wirken sich auf die Schwangerschaftsdauer aus: Sehr junge oder ältere Mütter, Raucherinnen und stressgeplagte Frauen sind anfälliger für Frühgeburten.
Selbst Karies und Parodontitis können Infektionen auslösen, die zu einer Frühgeburt führen. Schwangere sollten daher aufmerksam auf Signale ihres Körpers achten: Blutungen, Bauchschmerzen, anhaltender Durchfall oder Fieber sind eventuell Hinweise auf eine bevorstehende Frühgeburt.
Auch Mehrlingsschwangerschaften dauern oft nicht die vollen vierzig Wochen. Sind mehrere Babys im Bauch, wird der Uterus überdehnt, die Muskelrezeptoren melden dem Körper, dass das Baby schon groß ist und auf die Welt kann - obwohl nicht ein großes, sondern mehrere kleine Babys im Bauch sind.
Frauen, die schon mehrere Fehlgeburten erlitten haben, leben mit dem Risiko von Frühgeburten, da ihr Gebärmutterhals meist geweitet ist und seine Haltefunktion frühzeitig nachlassen kann. Auch das Alter der Mutter, die physische und psychische Verfassung und ihre Lebensweise wirken sich auf die Schwangerschaftsdauer aus: Sehr junge oder ältere Mütter, Raucherinnen und stressgeplagte Frauen sind anfälliger für Frühgeburten.
Selbst Karies und Parodontitis können Infektionen auslösen, die zu einer Frühgeburt führen. Schwangere sollten daher aufmerksam auf Signale ihres Körpers achten: Blutungen, Bauchschmerzen, anhaltender Durchfall oder Fieber sind eventuell Hinweise auf eine bevorstehende Frühgeburt.



