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Blut

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Tierische Blutsauger
Wie nahrhaft Blut ist, wissen nicht nur Vampire. Auch kleinere Blutsauger entwickeln raffinierte Strategien, um an den Körpersaft zu gelangen. Das Problem: Sie saugen nicht nur Blut ab, sondern übertragen dabei mitunter gefährliche Krankheiten.

Zecken haben spezielle Sensoren für Wärme und Kohlendioxid, mit denen sie ihre Opfer aufspüren. Nachdem sie ihren Wirt angesprungen haben, saugen sie sich in Sekundenbruchteilen fest. Sie können auf das Zweihundertfache ihres Gewichts anschwellen. Vorsicht ist geboten, denn Zecken können Hirnhautentzündungen übertragen.

Flöhe lieben Blut, auch das des Menschen. Richtig gefährlich werden sie allerdings nur für junge Tiere. Nachdem der hungrige Floh zugebissen hat, fängt die Bissstelle an zu jucken und wird rot. Das ist äußerst unangenehm, zumal Flöhe gern mehrere Bisse an Armen, Beinen, Schultern und am Bauch verteilen.

Blutegel
haben eine ebenso effektive wie unangenehme Strategie, um an Blut zu gelangen: Mit scheibenförmigen, sägeartigen Kiefern bohren sie sich zum Blutgefäß vor. Über Jahrhunderte wurden sie in der Medizin als Allheilmittel genutzt, zum Beispiel gegen Hautkrankheiten oder Rheuma. Zur Zeit erleben sie ein Comeback in der Natur- wie auch in der Schulmedizin.

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Rezept: Thüringer Blutkuchen
Auch Menschen haben Appetit auf Blut. Die folgenden Zutaten genügen für vier Portionen:

4 Brötchen, altbacken
500 g Schweinefleisch (Bauchfleisch)
250 g Hackfleisch
500 ml Brühe
500 ml Blut vom Schwein
50 g Speck
2 Zwiebeln
2 Zehen Knoblauch
2 EL Majoran
1 Liter Wasser
Salz und Pfeffer

Das Schweinefleisch mit Wasser und Salz weich kochen. Wenn es weich ist, in Würfel schneiden. Die Brötchen klein würfeln und in eine große Schüssel geben. Brühe mit den Fleischwürfeln sowie Milch hinzugeben. Hackfleisch zupfen und unterrühren. Mit Pfeffer, Salz und den gehackten Zwiebeln sowie dem gepressten Knoblauch würzen. Majoran dazugeben. Blut (muss man beim Fleischer bestellen) unterrühren.

Den Speck würfeln und in der Backofenpfanne leicht auslassen. Die Masse hinzugeben und bei 220 Grad Celsius circa 10 Minuten anbraten, dann bei 200 Grad Celsius etwa 50 Minuten weiter backen. Zwischendurch ab und zu umrühren. Mit Kartoffeln und Sauerkraut servieren.

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Blaues Blut...
ist eine Legende: Nachweisbar fließt kein anderer Saft in den Adern von Adligen als in denen von "gewöhnlichen" Menschen. Dahinter steckt viel mehr: nämlich ein gutes Stück Rassentheorie.

Im mittelalterlichen Kastilien hat der Ausdruck Sangre azul vermutlich seinen Ursprung. Die maurischen Herrscher, erstaunt über die bleichen germanischen Westgoten, etablierten die Idee vom blauen Blut: Durch die helle Haut der Germanen schimmerten die Adern blau hindurch.

Später übertrug man diesen Ausdruck auf die hohen spanischen Adelsschichten und die Königsfamilie. Und von Spanien aus verbreitete sich der Glaube an das adelige Blaublut in ganz Europa.

Der Graf Arthur de Gobineau (1816 bis 1882) stellte die These auf, (französische) Aristokraten und niederes Volk gehörten verschiedenen Rassen an.

Der blutbedingte, Kampf zwischen germanischem (adligem) und romanischem Element präge die Geschichte, so Gobineau. Vermittelt auch durch die Theorien des Briten Houston Stewart Chamberlain (1855 bis 1927) griffen schließlich nationalsozialistische Rassentheoretiker den Denkansatz auf: jüdisches versus deutsches Blut - ein Konstrukt bar jeder medizinischen Basis. Dennoch: "Es steckt eben im Blut" - diese anschauliche und gefährliche Metapher hat die Zeiten überdauert.