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Die Informationen über den "Bauplan" eines Menschen und über die Funktionsweise seines Körpers liegen dicht gepackt im Kern jeder seiner Zellen. Als Informationsträger dient die DNS (Desoxyribonukleinsäure), ein so genanntes Makromolekül, das häufig auch als Erbsubstanz bezeichnet wird.

Bei der Zeugung - dem Verschmelzen von Ei- und Samenzelle - werden je ein kompletter Satz mütterlicher und ein kompletter Satz väterlicher DNS zusammengebracht. Körperliche Merkmale, wie zum Beispiel die Farbe der Augen oder der Haare, oder bestimmte Krankheiten und psychische Anlagen, die bereits bei den eigenen Vorfahren auftraten, können so an die Kinder vererbt werden.

Der Bauplan des gesamten menschlichen Erbguts, die Gene, sind in jeder Zelle hinterlegt. Etwa 100.000 besitzt der Mensch davon, aufgereiht in den Chromosomen. In einer menschlichen Körperzelle befinden sich normalerweise 46 paarweise angeordnete Chromosomen: je ein Chromosom stammt von der Mutter, das andere vom Vater. 22 Paare, die Autosomen, sind bei Mann und Frau gleich. Das 23. Paar, die Gonosomen (Geschlechtschromosomen), bestimmt das Geschlecht des Menschen. Statt des doppelten Erbinformationssatzes enthalten die Geschlechtszellen jeweils einen einfachen DNS-Satz.