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Ernährung

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Fleisch, Milch (einschließlich Käse), Eier jeder Art, Gelatine, Honig - all dies ist in der veganen Küche verboten. Leder- und Wollkleidung ist tabu, ebenso Gegenstände des Alltags (etwa Reinigungsmittel), so weit sie Tierprodukte enthalten.

Veganer sind auch, jedoch nicht vorwiegend, durch das Streben nach gesunder Ernährung motiviert. Wesentlicher sind oft herrschaftskritische Aspekte: Die Gewalt des Menschen über andere Spezies wird abgelehnt. Ausbeutung und Leid, das der Mensch anderen Lebewesen zufüge, spiegele sich, so die Theorie, schließlich in den Beziehungen der Menschen zueinander wider.

Eng verbunden ist das mit einer ökologischen Betrachtungsweise: "Herstellung" und Verbrauch von Fleisch seien ja an den Missbrauch weiterer Ressourcen geknüpft. Sie führen zu Luft- und Wasserverschmutzung, reduzieren den Waldbestand und fördern das Artensterben.

Konsequente Vegetarier - und insofern Wegbereiter des Veganismus - waren zum Beispiel der Philosoph Empedokles (5. Jh. v. Chr.), Richard Wagner (1813 bis 1883) und der Dramatiker George Bernard Shaw (1856 bis 1950).

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Nahrungstabus existieren wahrscheinlich seit den Anfängen menschlichen Zusammenlebens. Europäer weisen meist das Verspeisen von Würmern und Maden als ekelhaft zurück, viele Asiaten tun das gleiche hinsichtlich des Genusses von Milch und Milchprodukten.

Wissenschaftler begründen den "Ekelfaktor" auf unterschiedliche Weise: Einerseits suchen sie historisch-rationale Erklärungen (das Pferd als wertvolles Nutztier in Landwirtschaft und Krieg), andererseits stellen sie religiöse oder emotionale Aspekte in den Vordergrund (Schoßhündchen isst man nicht!). Fakt ist, dass sich der überwiegende Teil aller Nahrungstabus auf Tiere bezieht. Europäisches Volk mit den wenigsten Nahrungstabus sind die Franzosen ("Froschfresser").

Zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Nahrungstabus gehört übrigens der Genuss von Blut. Im Judentum und im Islam gilt das Verbot heute noch mit unverminderter Schärfe. Aber auch die frühe christliche Kirche hat es einst rigoros durchgesetzt. Überliefert ist das Blutwurst-Verbot des oströmischen Kaisers Leo VI.: "Es ist uns zu Ohren gekommen, dass man Blut in Gedärme, wie in Röcke, einpackt und es so als ganz gewöhnliches Gericht dem Magen zuschickt. Es kann unsere kaiserliche Majestät nicht länger zusehen, dass die Ehre unseres Staates durch eine so frevelhafte Erfindung fresslustiger Menschen geschändet werde. Wer Blut zu Speisen umschafft, der wird hart gegeisselt, bis auf die Haut geschoren und auf ewig aus dem Lande verbannt."