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Haare

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Das menschliche Haar besteht aus Haarschaft, Haarwurzel und Haarzwiebel. Der Haarschaft ragt aus der Haut heraus, die Haarwurzel ist im so genannten Haarfollikel in der Haut verankert. Die Haarzwiebel, eine knollenartige Verdickung, gibt dem Haar Halt. Talgdrüsen an der Haarwurzel fetten das Haar. Muskeln und feine Nervenfasern umfassen jedes einzelne Haar. Deutlich wird das beim Phänomen der Gänsehaut: Die Nerven registrieren schon kleinste Berührungen, wie etwa einen leichten Luftzug, woraufhin sich die Muskeln zusammenziehen und das Haar aufrichten.

Medulla, Cortex und Cuticula heißen die drei Schichten, aus denen das Haar besteht: Erstere sind die Markzellen im Innern; als Cortex wird der Hauptbestandteil des Haares bezeichnet - die verhornten Faserzellen. Sie bestimmen Festigkeit und Elastizität des Haares. In dieser Schicht liegen auch die Farbpigmente. Diese werden Melanin genannt; sie entstehen durch die Umwandlung körpereigener Aminosäuren.

Die verschiedenen Haarfarben basieren auf dem Mischungsverhältnis zweier Melanintypen: Eumelanin (das Schwarz-Braun-Pigment) und Phaeomelanin (das Rot-Pigment, welches übrigens auch für blonde Haare verantwortlich ist). Graue Haare entstehen, wenn im zunehmenden Alter die Melaninproduktion nachlässt und die Pigmente durch Einlagerung von Luftbläschen im Haarschaft ersetzt werden. Außen schützt schließlich eine Schuppenschicht das Haar - sie ist durchsichtig, so dass die Farbpigmente durchschimmern können.

Haare finden sich fast überall am Körper, um ihn vor äußeren Einflüssen zu schützen: zum Beispiel vor Sonneneinstrahlung (Kopfhaare), dem Eindringen von Fremdkörpern (Augenbrauen und Wimpern) oder dem Einatmen von Schmutz (Haare in der Nase). Die Haarentwicklung beginnt in der frühen Schwangerschaft; etwa fünf Millionen Haarfollikel werden bereits vor der Geburt angelegt. Ob die Haare später glatt oder lockig, dick oder dünn, blond oder braun sind, ist zu diesem Zeitpunkt längst entschieden - weil genetisch bedingt.