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Krebs

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Wenn die Diagnose Krebs heißt
Kämpfen heißt es immer wieder, eine aktive Haltung gegen den Krebs einnehmen, Lebenswille und positives Denken nicht aufgeben. Diese gut gemeinten Sätze implizieren, dass der Patient in der Lage ist, den Krebs zu besiegen - wenn er nur entschlossen genug dagegen ankämpft. Doch keine wissenschaftliche Untersuchung konnte bisher eindeutige Anhaltspunkte dafür finden, dass sich eine bestimmte Art des Umgangs mit der Erkrankung besonders günstig auf die Genesung auswirkt oder womöglich das Leben verlängert.

Die Überlebensraten von kämpferischen Menschen unterscheiden sich laut neuesten umfangreichen Studien nicht von denen eher pessimistisch eingestellter Personen. Psychologen warnen davor, Patienten positive Haltungen aufzuzwingen. Denn der Erkrankte wird unter Umständen zusätzlich unter Druck gesetzt und fühlt sich schuldig oder als Versager, falls die Erkrankung fortschreitet. Laut Aussagen in den Studien sind Verdrängung, Resignation oder Wut ganz natürliche Reaktionen auf die Erkrankung - und der Patient muss keinerlei nachteilige Folgen für den Krankheitsverlauf befürchten.