Seite drucken

LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

Dieser Artikel gehört zum Thema

Ohren

Infobox

Schwerhörigkeit...
entsteht meist langsam. Die Krankheit betrifft jedoch nicht nur ältere Menschen, auch wenn Gehör und Gehirn mit zunehmendem Alter an Leistungsfähigkeit einbüßen. Hörstörungen resultieren aus den vielen Belastungen, welche unsere Ohren ertragen müssen.

Vor allem verursacht der immer stärker werdende Lärm bei Menschen aller Altersgruppen Schwerhörigkeit; auf der Liste der Berufskrankheiten steht sie an erster Stelle. Auch Krankheiten, Infektionen und Medikamente beeinträchtigen das Gehör: Bei Kindern können Scharlach, Mumps, Diphtherie oder Meningitis Schwerhörigkeit auslösen. Erkranken Schwangere an Röteln oder an Masern, erhöht sich das Risiko, schwerhörige Kinder zur Welt zu bringen. Auch Sauerstoffmangel während der Geburt kann Auslöser sein.

Bei Erwachsenen können Diabetes Mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch chronische Mittelohrentzündungen zu einem Verlust der Hörfähigkeit führen. Negativen Einfluss haben aber auch spezielle Antibiotika, welche die Haarzellen im Innenohr schädigen, sodass die Impulse nicht mehr zum Hörnerv gelangen.

Zerstörte Sinneszellen können auch einen Hörsturz verursachen: Bei mangelnder Durchblutung erhalten die Haarzellen nicht mehr genügend Nährstoffe und Sauerstoff. Dadurch können sie absterben und zu Schwerhörigkeit oder sogar völliger Taubheit führen.