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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

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Kleine Stiche, große Wirkung
Schmerzen machen das Leben schwerer. Große Hoffnungen setzen Schmerzpatienten mittlerweile in die Akupunktur - eine Jahrtausende alte fernöstliche Methode. Nach altchinesischer Auffassung stellt Akupunktur die innere Harmonie des Körpers wieder her: Kleine Nadelstiche lösen Blockaden auf und bringen den Organismus ins Gleichgewicht.

Die Nadeln sind sehr fein - daher ist die Behandlung relativ schmerzfrei. Es gibt insgesamt 361 Akupunkturpunkte, die auf vierzehn verschiedenen Meridianen - auch Energiebahnen genannt - liegen und sich durch den ganzen Körper ziehen. Je nach Krankheitsbild wird die Akupunkturnadel entlang der betroffenen Meridiane gesetzt, welche dann bestimmte Organe und Nerven beeinflussen.

Auch wenn die Wirkungsweise noch immer nicht vollständig erforscht werden konnte, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation Akupunktur inzwischen bei etwa einhundert Krankheiten - darunter Migräne, Asthma und chronische Rückenschmerzen.

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Borderline
Als unangenehm und verzichtbar erachten die meisten von uns Schmerzen. Doch es gibt Menschen, die sich immer wieder selbst Schmerzen zufügen: Sie verletzen sich mit Rasierklingen, Nadeln und Messern. Schätzungsweise achtzig Prozent der so genannten Ritzer leiden unter dem Borderline-Syndrom, einer extremen Identitätsstörung.

Ihr voraus gehen oft schwere seelische Beeinträchtigungen oder traumatische Erlebnisse in früher Kindheit. Der selbst zugefügte Schmerz soll den Betroffenen ein Gefühl der Lebendigkeit geben, sie sich wieder selbst spüren lassen. Der Körper wird zum Ausdruck innerer Konflikte, über den Schmerz lassen sich unerträgliche Gefühle verdrängen, Spannungen abbauen. Manchen dient die Selbstverletzung als Akt der Selbstbestimmung im fremdbestimmten Alltag: Die angebliche Schmerzunempfindlichkeit soll die eigene Stärke beweisen.