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Organspende

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Neue Regeln für die Organspende
Trotz großer Fortschritte der Medizin bleibt ein Problem bestehen: die mangelnde Verfügbarkeit von Spendern. Patienten müssen oft lange warten, bis sich ein geeigneter Kandidat findet. Für viele ist es ein Wettlauf gegen den Tod: Jährlich sterben in Deutschland etwa eintausend Menschen, weil kein geeignetes Spenderorgan zur Verfügung steht.

Bislang kommen nur solche Personen als Spender in Frage, die ausdrücklich einer Organentnahme zugestimmt haben. Doch nur wenige besitzen tatsächlich einen Organspendeausweis, obwohl etwa drei Viertel aller Deutschen Organspenden befürworten.

Um die Spendenbereitschaft zu erhöhen, streben Politiker eine Reform des 1997 eingeführten Transplantationsgesetzes an: Geplant ist, dass künftig jeder Erwachsene in regelmäßigen Anschreiben von den gesetzlichen wie privaten Krankenkassen gefragt wird, ob er zur Organspende bereit ist.

Schon in diesem Sommer sollen die Versicherten zum ersten Mal befragt werden: Dabei können sie einer Organspende zustimmen, sie ablehnen oder auch erklären, dass sie zunächst keine Entscheidung treffen wollen.

Außerdem ist es wie bisher möglich, das Einverständnis zur Organspende generell zu erteilen oder aber auf bestimmte Organe einzuschränken. 2014 soll die Bereitschaft der Deutschen erneut geklärt werden. Danach erfolgt die Befragung voraussichtlich im Fünf-Jahres-Rhythmus.

Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass Deutschland im unteren Drittel liegt, was die Zahl der Spenden betrifft: Auf eine Million Einwohner kommen 14 bis 16 Spender. Bei vielen anderen west- und mitteleuropäischen Ländern wie Spanien, Belgien und Österreich sind es dagegen durchschnittlich 21 Spender pro einer Million Einwohner. Dort gilt allerdings die so genannte Widerspruchsregelung: Jeder ist automatisch ein Organspender, sofern er nicht ausdrücklich widersprochen hat.

Ob sich nach der geplanten Gesetzesreform etwas an der Zahl der Spender in Deutschland ändert, bleibt abzuwarten. Die ersten Umfragen aber ergaben, dass sich zwei Drittel der Deutschen mit einer Organspende einverstanden erklären wollen.

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Christiaan Barnard...
wurde am 8. November 1922 in Beaufort-West in Südafrika geboren. Nach Abschluss eines Medizinstudiums ging er in die USA, wo er an der Universität von Minnesota die chirurgische Fachausbildung erhielt. In vielen Tierversuchen testete Barnard Operationstechniken, die mit Eingriffen am Herzen verbunden sind.

1958 kehrte er nach Kapstadt zurück. Bis zu seiner ersten Herztransplantation hatte der routinierte Chirurg fast eintausend Herzoperationen vorgenommen. Im Dezember 1967 erhielt der Patient Louis Washkansky in einer fünfstündigen Operation das Herz von Deenise Darvall, die wenige Stunden zuvor verstorben war.

Barnard wurde durch die Transplantation zu einem der populärsten Mediziner seiner Zeit. 1983 musste er seine Operationstätigkeit als Folge einer schweren Arthritis aufgeben. Er kümmerte sich fortan mit der Christiaan-Barnard-Foundation um herzkranke Kinder in aller Welt. Barnard starb am 2. September 2001 auf Zypern.