Urvater der Harmonie
1747 lädt Friedrich der Große Bach an seinen Hof ein. Der preußische König würdigt die Leistungen des Komponisten - andere Zeitgenossen dagegen können dem Bachschen Stil weniger abgewinnen.Die Begegnung Johann Sebastian Bachs im Jahr 1747 mit Friedrich dem Großen in einer zeitgenössischen Darstellung.
Musikalisches Opfer
In Leipzig angekommen löst Bach alsbald sein Versprechen ein. Unter dem Titel Regis Iussu Cantio et Reliqua Canonica Arte Resoluta, zu deutsch "Der auf Geheiss des Königs ausgeführte Satz und das übrige gemäss Kanonkust aufgelöst" bringt der begabte Komponist die geforderte Tonfolge zu Papier, nebst einiger weiterer, und lässt sie für den König in Kupfer stechen. Als Musikalisches Opfer ging es in die Musikgeschichte ein, unter diesem Titel ist es heute noch bekannt: Bach, der Meister der Fuge, Tongenie und Vorbild fast aller Komponisten, die ihm nachfolgten.
Vom Ehrgeiz getrieben
Lange hatte er dafür geübt. Bereits als Kind war Bach vom Ehrgeiz getrieben, holte nachts heimlich Notenblätter aus dem Schrank seines Bruders und kopierte sie beim Licht des Mondes. Als der Bruder den Diebstahl entdeckte, nahm er ihm die Noten wieder ab - sie seien zu schwer, so das Argument. "Ich habe fleißig seyn müssen; wer eben so fleißig ist, der wird es eben so weit bringen können", antwortete Bach als Erwachsener auf die Frage nach dem Grund seines Erfolges.
Das Bachhaus in Eisenach beherbergt seit 1907 Bach-Museum und Gedenkstätte.
"Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen, wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien", - reichlich blumig, doch voller Anerkennung ist das aphoristische Urteil Ludwig van Beethovens über Johann Sebastian Bach, nach dessen Meinung der "Urvater der Harmonie". Der Organist Jakob Adlung schreibt 1758 in seiner Anleitung zur musicalischen Gelahrtheit: "Ich sage nicht mehr, als dass diejenigen Recht zu haben scheinen, welche viele Künstler gehört, aber doch alle bekennen, es sei nur ein Bach in der Welt gewesen." "Wir sind alle Stümper gegen ihn", urteilt der deutsche Komponist Robert Schumann Anfang des 19. Jahrhunderts gar über Bach und seine eigene Zunft...
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Johann Sebastian Bach, ...
am 21. März 1685 in Eisenach geboren, entstammte einer bekannten mitteldeutschen Musikerfamilie. Als Kind lernte er Violine und Klavier und sang im Chorus Symphoniacus der örtlichen Georgenkirche.
Nach dem frühen Tod der Eltern übernahm sein älterer Bruder Johann Christoph, Organist in Ohrdruf, die Erziehung des damals Zehnjährigen, von ihm lernte Bach das Orgel- und Cembalospiel sowie die Komposition von Stücken. 1702 bekam Johann Sebastian in Weimar seine erste Stelle als Geiger der Hofkapelle.
Im folgenden Jahr zog es ihn ins thüringische Arnstadt, hier arbeitete er vier Jahre als Organist. 1708 kehrte Bach an den Weimarer Hof zurück, wo er zum Konzertmeister aufstieg und zehn Jahre blieb. Nach Unstimmigkeiten mit dem Herzog ging er als Hofkapellmeister nach Köthen.
Johann Sebastian Bach starb am 28. Juli 1750 in Leipzig, wo er seit 1723 als Thomaskantor wirkte. Er hatte insgesamt zwanzig Kinder, elf Söhne und neun Töchter. Einige der Söhne waren ebenfalls bekannte Musiker ihrer Zeit.
am 21. März 1685 in Eisenach geboren, entstammte einer bekannten mitteldeutschen Musikerfamilie. Als Kind lernte er Violine und Klavier und sang im Chorus Symphoniacus der örtlichen Georgenkirche.
Nach dem frühen Tod der Eltern übernahm sein älterer Bruder Johann Christoph, Organist in Ohrdruf, die Erziehung des damals Zehnjährigen, von ihm lernte Bach das Orgel- und Cembalospiel sowie die Komposition von Stücken. 1702 bekam Johann Sebastian in Weimar seine erste Stelle als Geiger der Hofkapelle.
Im folgenden Jahr zog es ihn ins thüringische Arnstadt, hier arbeitete er vier Jahre als Organist. 1708 kehrte Bach an den Weimarer Hof zurück, wo er zum Konzertmeister aufstieg und zehn Jahre blieb. Nach Unstimmigkeiten mit dem Herzog ging er als Hofkapellmeister nach Köthen.
Johann Sebastian Bach starb am 28. Juli 1750 in Leipzig, wo er seit 1723 als Thomaskantor wirkte. Er hatte insgesamt zwanzig Kinder, elf Söhne und neun Töchter. Einige der Söhne waren ebenfalls bekannte Musiker ihrer Zeit.



