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Als Wiener Klassik...
wird die Epoche der deutschsprachigen Musikgeschichte bezeichnet. Die knapp fünf Jahrzehnte, von 1780 bis 1830, andauernde Stilperiode umfasst das hauptsächlich auf Wien konzentrierte musikalische Schaffen Joseph Haydns, Wolfgang Amadeus Mozarts und Ludwig v. Beethovens.

Die so genannte Klassische Trias etablierte durch Kompositionen, welche durch einen klaren, gefälligeren Stil gekennzeichnet sind, neue musikalische Formen. So sind Sinfonie, Klavierkonzert und Klaviersonate sowie das kammermusikalische Streichquartett aus dem Repertoire der klassischen Musik nicht mehr wegzudenken.

Der Begriff Klassik bezieht sich auf Vollendung, Mustergültigkeit und große musikgeschichtliche Bedeutung des Stils. Diesem werden Attribute wie Klarheit, Reinheit, Einfachheit und Ausgewogenheit zugeordnet.

In dieser Zeit war das private und öffentliche musikalische Leben hoch entwickelt und wurde von Adel und Bürgertum in den europäischen Zentren London, Paris, Mailand, oder auch Wien gemeinsam getragen. Gleichzeitig bildete sich ein freies Künstlertum heraus, das heißt, der einzelne Komponist oder Musiker war nicht mehr fest an den Hof eines weltlichen oder geistlichen Fürsten engagiert.