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Zirkus

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Die Figur des Clowns...
hat ihre Wurzeln im Elisabethanischen Theater im England des 16. Jahrhunderts, unter anderem in einigen Tragödien Shakespeares als komisches Intermezzo oder, um das ernste Pathos der Heldenfiguren zu kontrastieren. Im übrigen Europa wandelte sich der törichte Hanswurst zum Arlecchino der italienischen Commedia dell'arte oder in Frankreich zum weißgeschminkten, nachdenklichen Pierrot.

Seit dem 18. Jahrhundert von der Theaterbühne in den Zirkus verbannt, wurde der Clown dort zum zentralen Bestandteil des Programms. Neue Typen entstanden: Dummer August, Weißclown sowie Akrobatik- und Musicalclown. Die Nummern beziehen ihren Witz meist aus der vorgeführten Torheit der Protagonisten im Kampf mit der Tücke des Objekts oder aus slapstickhaften Duellen.

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"Clown"
Noch heute herrscht Uneinigkeit über die Herkunft des Begriffs Clown. Auffallend ist jedoch die Ähnlichkeit der verschiedenen Herleitungen, trifft die Zuschreibung von Tölpelhaftigkeit doch besonders den wenig gebildeten Berufsstand des Bauern. Mit ihm teilt sich der Clown die unterprivilegierte Stellung, und beide müssen ihr Glück gegen Armut, Demütigung und die Ungerechtigkeit des Lebens behaupten.

Einige Quellen sehen die Entstehung des Begriffs im spätmittelalterlichen England. Dort soll er eine abfällige Bezeichnung für Menschen niederer Herkunft gewesen sein - ähnlich dem deutschen Tölpel oder Bauerntrampel. Später nannte man Schauspieler so, die sich auf der Bühne rüpelhaft benahmen.

Von dort aus sei Clown zum Oberbegriff für viele Narrengestalten, lustige Figuren und Spaßmacher geworden. Andere Quellen hingegen nennen einen viel späteren Zeitpunkt der Entstehung: So soll sich der Name Clown erst Mitte des 19. Jahrhunderts als Bezeichnung für die speziellen Manegenkomiker etabliert haben.

Vorbild war hier wohl die Figur Claude der Bauer, im Französischen Claude le colon. Aus einer Art Lautmischung von Claude und colon sind beide Worte wahrscheinlich erst zum Begriff claune und im Englischen dann zum Clown verschmolzen.

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Berühmte Clowns
Charlie Rivel (1896 bis 1983) gilt als Paradebeispiel eines Clowns. Dauernd scheiterte er an der "vernünftigen" Welt. Packte Clown Rivel etwas falsch an, drehte er es sich sogleich in seinem Sinne zurecht. Durch die Fähigkeit des Sich-Wunderns über Selbstverständliches und Alltägliches ließ er die Dinge in ganz neuem Licht erscheinen.

Grock (1880 bis 1959), in der Schweiz als Adrian Wettach geboren, war der Philosoph unter den Clowns. Seine Nummern waren eine Mischung aus Exzentrik- und Musicalclownerie - einmalig sein Geigenspiel während eines Saltos.

Oleg Popov ist nach eigener Aussage "Clown aus tiefstem Herzen". Der 1930 in Moskau geborene Russe bezaubert durch seinen naiven, sanften, poetischen Humor. Markenzeichen des Meisters der Situationskomik sind die karierte Ballonmütze über der gelben Perücke, ein kleines Stöckchen und nur wenige Tupfer Schminke im Gesicht.