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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

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"Es widerspricht der Würde des Menschen, Tiere nutzlos leiden zu lassen und zu töten." So lautet ein Glaubensgrundsatz der katholischen Kirche. Umso erstaunlicher, dass der Genuss von Froschschenkeln in Europa einer kirchlichen Tradition entspringt. Die verbietet es, in der Fastenzeit Fleisch zu essen. Nun wollte man schon im Mittelalter - besonders an den Tischen der besseren Gesellschaft - auf Schlemmereien aber nicht ganz verzichten. So wurden Frösche eben, wie Fische, von der Kirche zum Verzehr frei gegeben. An so einem Frosch ist allerdings kaum etwas dran. Nicht selten landen deshalb gleich bis zu zwanzig Froschschenkel auf einem Teller - und der Rest einfach im Abfall. Bis heute hat sich die grausame Tradition erhalten, nicht nur bei gläubigen Froschessern in Frankreich und der Schweiz sondern bei Gourmets weltweit. Dass den Fröschen die Beine häufig bei lebendigem Leib abgetrennt werden, scheint dabei nicht zu stören. Diese Prozedur ist in Deutschland verboten - die Einfuhr der Delikatesse jedoch nicht. Die Importe stammen meist aus dem asiatischen Raum. Indonesien exportiert jährlich weltweit mehrere Hundert Millionen Tonnen Froschfleisch.