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Symbol der Freiheit
Am Beispiel der Phrygischen Mütze wird die politische Symbolkraft von Kopfbedeckungen besonders deutlich. Erkennbar ist sie an ihrer eigentümlichen Form: ein nach vorn geschlagener, in Richtung der Stirn fallender Zipfel. Sie stammt ursprünglich aus Persien und gelangte von da nach Europa.

Zunächst kennzeichnete die phrygische Mütze hier nur die lokale Herkunft ihres Trägers. Aber als Symbol der Freiheit wurde sie schon von freigelassenen Sklaven im antiken Griechenland und Rom getragen. Auf diesem Hintergrund erkoren die Jakobiner während der Französischen Revolution (1789 bis 1794) die phrygische Mütze zum Symbol ihres politischen Bekenntnisses. Als Jakobinermütze wurde sie obligatorische Kopfbedeckung der an der Revolution Beteiligten.

In der politischen Ikonographie und in der Bildenden Kunst verwendete man die phrygische Mütze daraufhin oft als Zeichen republikanischer und demokratischer Gesinnung. Als Freiheitssymbol fand sie auch in Staatswappen und auf den Flaggen einiger lateinamerikanischer Länder Verwendung, die erfolgreich für ihre Unabhängigkeit gekämpft hatten, wie beispielsweise Haiti, El Salvador und Nicaragua.