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Jazz

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Louis Armstrong
Im Vergnügungsviertel Storyville von New Orleans kommt um das Jahr 1915 ein schwarzer Heranwachsender erstmals mit dem Jazz in Berührung: Sein Name ist Louis Armstrong.

Der in ärmlichen Verhältnissen lebende junge Kohlenträger macht sich eigens ein Jahr älter, um Zutritt zu den Bordellen zu erlangen, in denen jeden Abend der Jazz erklingt. Als Geburtsdatum gibt Armstrong den 4. Juli 1900 an, und wird sein Leben lang dabei bleiben. Tatsächlich geboren ist er am 4. August 1901. Im Rotlichtmilieu von Storyville hat der spätere Weltstar seine ersten Auftritte als Musiker.

Ab 1919 startet Armstrong eine bemerkenswerte, doch zunächst keineswegs steile Karriere: zweiter Trompeter in King Oliver's Creole Jazz Band in Chicago, bald Starsolist unter Bandleader Fletcher Henderson, die Periode der Big Bands in den 1930ern, dann wieder kleinere Formationen im New-Orleans-Stil.

Trompete und Gesang verhelfen dem Ausnahmetalent zu Ruhm. Hollywoodfilme, bei denen Armstrong mitwirkt, und seine Begabung als Entertainer bringen während der 1950er Jahre den endgültigen Durchbruch auf den Bühnen der Welt.

Nicht zuletzt wegen dieser internationalen Beliebtheit ist Armstrong eine wichtige Figur des Ost-West-Konflikts: Der Jazztrompeter und Sänger reist in den Ostblock, nach Afrika, und wirbt durch sein Erscheinen für den westlichen Lebensstil. Bei allem macht er aus seiner Opposition gegen die US-amerikanische Praxis der Rassentrennung kein Hehl.

Ab Ende der 1960er Jahre ist Armstrong zunehmend durch körperliche Gebrechlichkeit gehandicapt. Am 6. Juli 1971 stirbt er in New York an einem Herzinfarkt.