Alles Mozart
Ins Salzburg unserer Tage, und nach Wien, führt uns der folgende Beitrag. Die "Marke Mozart" ist besonders dort ein kommerzieller Faktor ersten Ranges.Ein Foto mit Wolfgang Amadeus Mozart am Klavier? Kein Problem. Im Salzburger Wachsfigurenkabinett in der Getreidegasse, gleich neben dem Geburtshaus des Komponisten, kann jeder eintauchen in ein vergangenes Jahrhundert. 2004 feierte die Attraktion Eröffnung; seitdem durchschritten rund hunderttausend Neugierige Salzburgs historische Altstadt aus Pappmaché, um Einblicke ins Leben zu Mozart Zeiten zu erhaschen.
Erstaunlicher Aufwand
Hellseherischer Fähigkeiten bedarf es kaum, um vorauszusagen, dass die millionenteure Kunstwelt auch im Mozartjahr 2006 zu den Hauptanziehungspunkten der Stadt an der Salzach gehören wird, wo der Ausnahmemusiker am 27. Januar 1756 das Licht der Welt erblickte. Mozart, der zu Lebzeiten ein eher gespaltenes Verhältnis zu seiner Geburtsstadt hatte, wäre sicher erstaunt, mit welchem Aufwand Salzburg seines genius loci über zweihundert Jahre nach dessen Tod gedenkt.
Tiefer Griff in die Tasche
Schon 1996 beschloss die Salzburger Landesregierung, den 250. Geburtstag des großen Sohns der selbsternannten Mozartstadt gebührend zu feiern. Um den Jubilar angemessen zu ehren, wird tief in die Tasche gegriffen: über zehn Millionen Euro fließen in Programmgestaltung und Marketing des Mozartjahres, mehr als siebzig Millionen Euro sind für Bautätigkeiten veranschlagt. Verwendet wird das Geld unter anderem für den Umbau des Kleinen Festspielhauses zu einem Haus für Mozart.
Anspruch auf Mozart
Mozarts 250. Geburtstag entsprechend zu feiern, bedeute für Salzburg die Chance, den Ruf als international beachtete Kultur- und vor allem Musikstadt zu untermauern und sich als Mozartstadt zu positionieren, betont Wilfried Haslauer, stellvertretender Landeshauptmann von Salzburg. Allein mit der Herkunft des Musikers belegt der Lokalpolitiker den Anspruch Salzburgs, die Mozartstadt zu sein.
Spirit of Mozart
Im "Kampf" um diesen Titel muss sich Salzburg allerdings mit einem Konkurrenten im eigenen Land messen. Auch Wien setzt hohe Erwartungen in Mozart. Bereits seit zwei Jahren plant der eigens dafür engagierte Intendant Peter Marboe die Festivitäten, welche sich die Donau-Metropole rund dreißig Millionen Euro kosten lässt. Unter dem Motto Spirit of Mozart lässt Marboe beispielsweise sechs Opern und 25 Orchesterwerke inszenieren, organisiert Konzerte nicht nur in Prunksälen, sondern auch in Obdachlosenasylen - Mozart für alle...
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"Vatterstadt meines papa"
So nannte Wolfgang Amadeus Mozart Augsburg. Neben Salzburg und Wien gehört Augsburg zu den drei Städten, die sich Mozartstadt nennen. Seit 1643 lebten Mozarts Vorfahren in Augsburg. Über Generationen waren die Mozarts als Handwerker- und Künstlerfamilie hier tätig. Leopold Mozart - Vater, Erzieher und Musiklehrer des berühmten Komponisten - wurde 1719 in Augsburg geboren.
Wolfgang besuchte auf seinen Reisen immer wieder die Heimatstadt seines Vaters. Dort erinnert unter anderem das Mozarthaus, Leopold Mozarts Geburtshaus, an die Künstlerfamilie. Im Mozartjahr 2006 würdigt Augsburg Vater und Sohn mit diversen Konzerten, einem Violinwettbewerb und einer langen Mozart-Nacht am 20. Mai.
So nannte Wolfgang Amadeus Mozart Augsburg. Neben Salzburg und Wien gehört Augsburg zu den drei Städten, die sich Mozartstadt nennen. Seit 1643 lebten Mozarts Vorfahren in Augsburg. Über Generationen waren die Mozarts als Handwerker- und Künstlerfamilie hier tätig. Leopold Mozart - Vater, Erzieher und Musiklehrer des berühmten Komponisten - wurde 1719 in Augsburg geboren.
Wolfgang besuchte auf seinen Reisen immer wieder die Heimatstadt seines Vaters. Dort erinnert unter anderem das Mozarthaus, Leopold Mozarts Geburtshaus, an die Künstlerfamilie. Im Mozartjahr 2006 würdigt Augsburg Vater und Sohn mit diversen Konzerten, einem Violinwettbewerb und einer langen Mozart-Nacht am 20. Mai.



