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Robert Schumann

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Robert Schumann
Am 8. Juni 1810 wird der Komponist als jüngstes von fünf Kindern eines Buchhändlers in Zwickau geboren. Er interessiert sich früh für Musik und Theater. Nach einem Prädikatsabitur geht er zum Jurastudium nach Leipzig, dann nach Heidelberg. Nach einer Italienreise entscheidet sich Schumann endgültig für den Musikerberuf.

Er kehrt nach Leipzig zurück und nimmt dort Unterricht bei Friedrich Wieck, dem Vater seiner späteren Frau Clara. Seit einer Fingerlähmung konzentriert er sich auf Komposition, Opus 1 entsteht noch 1829. Am 3. April 1834 erscheint das erste Heft der Neuen Zeitschrift für Musik, deren Herausgeber und wichtigster Autor Schumann bis 1845 bleibt. 1840 heiratet er die gefeierte Jungpianistin Clara Wieck. 1841 wird ihr erstes Kind geboren und Roberts Sinfonie No.1 fertig.

1844 ziehen die Schumanns nach Dresden, 1847 und 1848 schreibt er Partitur und Libretto seiner einzigen Oper Genoveva. 1850 zieht die Familie nach Düsseldorf. Dort soll Robert als Städtischer Musikdirektor dirigieren. Nachdem er schon zwei Wochen lang über Wahrnehmungsstörungen klagte, springt Schumann am 27. Februar 1854 von einer Brücke, weist sich daraufhin selbst in eine Heilanstalt ein. Erst am 27. Juli 1856 besucht Clara ihn dort, zwei Tage später stirbt er, allein.

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Der Prozess
Warum verbietet ein Vater seiner Tochter die Ehe? Weil er ihr Glück verhindern will? Weil er sie vor Unglück schützen will?

Die minderjährige Clara Wieck himmelt den charismatischen, aber finanzschwachen Robert Schumann an, der soeben seine Berufperspektiven als Pianist verloren hat. Ihr Vater, auch Roberts Musiklehrer, weiß um dessen Mangel an Fleiß. Er fürchtet, dass Claras vielversprechende und bereits florierende Karriere in einer solchen Ehe im Sand verläuft, und verbietet den Kontakt.

Die Tochter ist des Vaters Hoffnung, weil ihre Brüder bei weitem weniger begabt sind. Der Vater diktiert ihr Bedingungen, die sie als unerfüllbar ablehnt: Sie soll Teile ihrer bisherigen Einnahmen ihren Brüdern überlassen, Robert soll achttausend Taler bereitstellen, zu ihrer Disposition nach einer eventuellen Trennung, zu ihren Gunsten verzinst. Sie sollen in eine Metropole ziehen, damit Claras Karriere nicht abebbt.

Robert überzeugt Clara von einem Prozess, der die Ehe erzwingen soll. Das Gericht gibt dem Paar Recht, Wieck muss 18 Tage ins Gefängnis. Sie ziehen nicht in eine Metropole, Claras Karriere ebbt ab, Robert erlaubt ihr Konzerte nur noch, um die Familienschatulle zu füllen. Wieck ist es, der trotz der Vorgeschichte Kontakt zu dem Paar aufnimmt - Robert zeigt ihm die kalte Schulter.