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Sammler

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Ordnung ins Chaos
In den ersten Jahren war die Sammlung ungeordnet über das ganze Haus verteilt. Nach dem Umzug in den ehemaligen Schlafsaal der Knaben 1734 wurde der Altenburger Maler und Kupferstecher Gottfried August Gründler damit beauftragt, Ordnung ins Chaos zu bringen.

Keine leichte Aufgabe: Dem bunten Sammelsurium wohnte keinerlei Systematik inne. Unter Gründlers Federführung präsentierte sich die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen zum ersten Mal als geschlossenes Ensemble. Er katalogisierte die zuvor weitgehend unsystematisch zusammengetragene Sammlung und arrangierte sie anschließend in dem renovierten und umgebauten Saal - strikt unterschieden in Objekte natürlicher Herkunft und in vom Menschen geschaffene Dinge.

16 neu gebaute Sammlungsschränke dienten ihm dafür, die mittels Ausstattung und individueller Bemalung auf den jeweiligen Inhalt abgestimmt waren. Obwohl Gründler seine Arbeit noch nicht vollendet hatte, wurde der Vertrag 1741 aufgelöst. Der Grund liegt im Dunkel - vielleicht lag es an der prächtigen und kostenintensiven Ausgestaltung der Schränke, die dem nüchternen Ambiente der pietistischen Anstalt widersprach.