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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

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Zeit
Uhr

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Die Weltzeit
Bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Europa Unmengen verschiedener Ortszeiten. Das bewirkte Zeitverschiebungen von einer bis zu mehreren Minuten zwischen nur wenige Dutzend Kilometer voneinander entfernten Orten.

Katastrophal wirkte sich das auf die Eisenbahnfahrpläne aus. Jeder Zug nahm seine Ortszeit mit auf die Reise, so dass es auf den Bahnhöfen von verschiedenen Zeiten nur so wimmelte.

Aus diesem Grund führte man 1884 für die ganze Welt eine gemeinsame Zeitorientierung ein und einigte sich auf die Greenwich-Zeit (GMT = Greenwich Mean Time). Zwölf Uhr mittags ist es prinzipiell dann - wenn es in Greenwich zwölf Uhr mittags ist.

Der Ort ist ein Stadtteil von London und liegt auf dem so genannten Nullmeridian. Folglich ist der Meridian von Greenwich Bezugsmeridian der Weltzeit. Relativ zu ihm sind verschiedene Zeitzonen definiert.

Heute ist die Bezeichnung Koordinierte Weltzeit (UTC) an die Stelle des Begriffs Greenwich Mean Time getreten. Auch sie bezieht sich auf den Nullmeridian. Die Mitteleuropäische Zeit (MEZ)  beträgt UTC plus 1 Stunde, die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) UTC plus 2 Stunden.
Video: Pracht mit Zeigern  
Video: Pracht mit Zeigern













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Kindheit und Zeit
Bis zur dritten Lebenswoche fehlt beim Menschen jedes Verständnis für die Gliederung von Zeit. Erst in der dritten bis vierten Woche passt sich der Säugling an den 24-Stunden-Tag-Nacht-Zyklus an.

Mit eineinhalb bis zwei Jahren kommt es zum wirklichen Empfinden von zeitlicher Reihenfolge und unterschiedlicher Dauer. Damit entsteht das Bewusstsein von "Jetzt".

Mit drei Jahren beginnt die Gliederung des Tages in Funktionsabschnitte. Mit vier Jahren können Geschehnisse in ein Tageszeitgitter eingegliedert werden.

Mit fünf Jahren prägen Kinder sich schon die Folge und Bedeutung der Wochentage ein. Wenig später wird der Mensch mit der Uhr und ihrer Stundeneinteilung vertraut. Nun begreifen Heranwachsende die Phänomene von Dauer, Gleichzeitigkeit und Reihenfolge.

Mit sechs Jahren erst verstehen Menschen den linearen Charakter der Zeitachse - Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Zwischen dem zehnten und zwölften Jahr kommt der Aufbau des Zeitsinns zum Abschluss: Zeit ist erlernt!