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Zirkus

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Wichtiges Prestigeobjekt
Am 27. April 1984 wird in Berlin der neue Friedrichstadtpalast in Anwesenheit Erich Honeckers und anderer SED-Prominenz feierlich eingeweiht. Da kann das traditionsreiche Haus schon auf eine über einhundertjährige Geschichte zurückblicken: 1867 öffnete die erste Berliner Markthalle, die sich mit ihren riesigen Dimensionen jedoch als unrentabel erwies.

Daraus entstand ab 1873 eine Zirkusarena mit über fünftausend Plätzen. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ Regisseur Max Reinhardt sie zum Großen Schauspielhaus mit dreitausend Plätzen umbauen. 1924 wurde der Revuespezialist Erik Charell Direktor des Hauses. Von nun an sind atemberaubende Revuen das Markenzeichen des Friedrichstadtpalastes, wie das Varieté seit 1947 heißt.

Bis 1980 machen aufwändige Shows und Auftritte internationaler Stars, wie Louis Armstrong oder Ella Fitzgerald, das Haus über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Dann aber muss der Palast wegen maroder Bausubstanz schließen. Jedoch, als wichtiges Prestigeobjekt der DDR erlebt er vier Jahre später auf der anderen Seite der Friedrichstraße seine Wiederauferstehung.

Düster scheint die Zukunft des Hauses mit der politischen Wende 1989. Doch ein neues Konzept - die Mischung von traditioneller Revue mit modernen Showelementen - sorgt seit Jahren für fast vollständige Auslastung.

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Die Comedian Harmonists...
waren in den 1920er und 1930er Jahren die Stars deutscher Varieté-Revuen. Was im Jahr 1928 in einer Berliner Mansarde begann, sollte sich schnell zum Geheimtipp entwickeln.

Im Großen Schauspielhaus des Berliner Varieté-Königs Erik Charell hatten Robert Biberti, Ari Leschnikoff, Erwin Bootz, Roman Cycowsky, Harry Frommermann und Walter Nußbaum (der 1929 von Erich Collin ersetzt wurde) ihren ersten Auftritt.

Bald engagierten alle renommierten Häuser Berlins die Gruppe. Es folgten ausgedehnte Konzerttourneen und Filmangebote - und sogar ein Auftritt in der altehrwürdigen Berliner Philharmonie. Doch mit dem Machtantritt der Nazis Januar 1933 begannen die Verbote - drei Mitglieder waren Juden.

Ab Mai 1934 blieb jeglicher Auftritt auf deutschen Bühnen versagt. Nun hielt sich die Gruppe mit Auslandsauftritten über Wasser. 1935 schließlich trennten sich die Comedian Harmonists, die drei jüdischen Mitglieder gingen ins Ausland. Gemeinsame Auftritte gab es niemals wieder.