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Wein

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Wein als Medizin
Dass Wein gesund ist, wussten schon die Griechen und Römer. Ob als Potenzmittel oder Antidepressivum - bei fast jedem Leiden galt Wein als wirksamste Medizin. Und noch heute schwören viele Weintrinker auf die Heilkräfte des Rebsaftes.

So soll der gute Tropfen nicht nur vor Herzinfarkt schützen und das Krebsrisiko senken; er soll auch die Zeichen der Hautalterung deutlich vermindern und dem altersbedingten Abbau der Hirnfunktion, also Demenz und Alzheimer, vorbeugen. Der Wein, ein Jungbrunnen? Tatsächlich aber streiten sich Forscher über die Wirkung von Wein als Medizin: Gesundheit durch Weinkonsum sei psychisch bedingt.

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Wo der Wein herkommt
Das antike Persien gilt als Ursprungsland des Weines: Besonders der Wein aus der Stadt Schiraz nahe der damaligen Residenzstadt Persepolis war beliebt und als bester Wein im Mittleren Osten bekannt. Eine Sage aus der Zeit des persischen Königs Dschamschid (lebte etwa 2.500 v.Chr.) beschreibt die Entstehung.

Der Erzählung nach lagerte ein König Trauben im Keller. Als die Früchte nach einiger Zeit gärten, ging der König davon aus, die Trauben seien von bösen Geistern besessen und vergiftet. Zum Glück gab es da die migränegeplagte Königin, die mittels des angeblich todbringenden Getränks ihrem Elend entkommen wollte.

Jedoch, der Trank "versagte"; allerdings zeigte er eine ganz unerwartete Wirkung: Das Getränk befreite die Königin nicht nur von ihren Kopfschmerzen, es versetzte sie sogar in eine ausgelassene, fröhliche Stimmung - und schmeckte zudem gut. Todessehnsucht jedenfalls verspürte die Königin nun nicht mehr.

Das ist - zumindest der Sage nach - der Beginn der Weinkultur. Auch der griechische Historiker Herodot (480 bis 424 v. Chr.) berichtet, dass die Perser den Alkoholrausch bewusst einsetzten, um wichtige Entscheidungen zu fällen - die mussten aber nüchtern noch einmal bestätigt werden.

Auch nach der moslemischen Machtübernahme im Jahre 641 n. Chr. und dem damit einhergegangenen Weinverbot wurde in Persien Wein hergestellt und getrunken. Erst mit dem Sturz des Schahs Mohammad Reza Pahlavi und der Entstehung des Ayatollah-Regimes 1979 kam die Weinherstellung fast völlig zum Erliegen.

Nur noch ein Prozent der rund 220.000 Hektar Rebfläche in Iran werden heute für die Weinerzeugung genutzt: Meist werden die Trauben in Nachbarländer transportiert, dort zu Wein verarbeit und schließlich über die Grenze wieder ins Land geschmuggelt. Legal darf die Rebfläche nur für die Herstellung von Trauben für den Export und für Rosinen und Tafeltrauben genutzt werden.