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Wein

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Qualitäts- und Prädikatsweine...
sind vom EU-Weingesetz festgelegte Güteklassen, die - je nach Region - bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen: Bei französischem Wein etwa wird die Qualitätsstufe vor allem an dessen geographischer Herkunft festgemacht; deutsche Weine klassifiziert man nach Rebsorten, der Art und Dauer der Reifelagerung oder dem Säuregehalt.

Vom Prädikatswein unterscheidet sich der Qualitätswein dadurch, dass er zu einhundert Prozent aus einem bestimmten Anbaugebiet stammen und aus den dort zugelassenen Rebsorten hergestellt sein muss. Prädikatsweine dagegen, wie Spätlese oder Eiswein, dürfen nur aus einer Rebsorte gekeltert sein. Damit mit den Bezeichnungen Q. b. A. (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) und Q. m. P. (Qualitätswein mit Prädikat) kein Schindluder getrieben wird, müssen Qualitätsweine und Prädikatsweine vor ihrer Etikettierung eine amtliche Weinprüfung bestehen.

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Deutsches Prädikatsystem
In Deutschland gibt es für Wein sechs Prädikate: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein. Welches Prädikat ein Wein erhält, hängt hauptsächlich vom Mostgewicht ab. Das Mostgewicht ist die Menge des Zuckers, der im Saft der Traube gelöst ist.

Gemessen wird das Mostgewicht zum Beispiel mit Hilfe eines Refraktometers: Ein Tropfen Saft auf dem Meßprisma des Instruments zeigt die Konzentration der Zuckerlösung. Die Einheit Grad Oechsle gibt die Dichte des Traubenmosts an, also die Masse des Mostes im Verhältnis zu seinem Volumen.

Je höher das Mostgewicht eines Traubensaftes ist, desto höher ist der Zuckergehalt. Und je höher der ist, umso höher ist der Alkoholgehalt des Weins nach der Gärung. Für Prädikatsweine gilt, dass ihr Alkoholgehalt nicht durch Zucker angereichert werden darf.

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Von Kabinett bis Eiswein
Kabinett: Dieser Wein wird aus gesunden und reifen Trauben mit einem Mostgewicht von 70 bis 80 Grad Oechsle gekeltert. Die Beeren sind bei der Lese weich und grün. Der Zuckergehalt hat sein Maximum noch nicht erreicht. Das Deutsche Weininstitut charakterisiert das Prädikat Kabinett als feinen, leichten Wein mit geringem Alkoholgehalt.

Spätlese: Die Früchte werden im vollreifen, meist aber noch gesunden Zustand geerntet. Die sehr weichen, zum Teil leicht faltigen und gelbgrünen Trauben müssen ein Mostgewicht von mehr als 80 Grad Oechsle aufweisen, um das Prädikat Spätlese zu erhalten. Als reife, elegante Weine mit feiner Frucht sind sie bekannt.

Auslese: Nach Kabinett und Spätlese ist die Auslese die dritte Stufe im deutschen Prädikatssystem: Auslesen sind Weine aus vollreifen, oft edelfaulen Trauben, die sich für eine lange Lagerung eignen und die mit jedem Reifungsjahr an Geschmack gewinnen. Für das Prädikat Auslese werden in Deutschland nur Trauben mit dem Mindestmostgewicht von 95 Grad Oechsle gelesen.

Beerenauslese: Weine mit diesem Prädikat werden aus edelfaulen Beeren mit einem Mostgewicht von 125 bis 159 Grad Oechsle hergestellt. Die Mostausbeute ist gering, dafür konzentriert sich im gewonnenen Saft Fructose und Säure. Charakteristisch für die Beerenauslese ist die Natursüße und ein feiner Honigton.

Trockenbeerenauslese: Die edelfaulen Beeren bleiben solange am Rebstock, bis sie zu Rosinen eingetrocknet sind. Für das Prädikat Trockenbeerenauslese ist ein Mostgewicht von über 160 Grad Oechsle vorgeschrieben. Die Früchte enthalten nur noch wenig, dafür aber umso zucker- und säurereicheren Saft.

Eiswein: Die Trauben dieser edelsüßen Weine werden in gefrorenem Zustand gelesen und gekeltert. Durch den Frost ist der Wasseranteil des Traubensafts weitgehend zu Eis gefroren, sodass sich Zucker, Säuren und andere Inhaltsstoffe in dem wenigen Most konzentrieren. Es sind schon Moste mit über 250 Grad Oechsle gemessen worden.