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Maya

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Kurze Maya-Geschichte
Erste dauerhafte Siedlungen errichten die Maya in der so genannten frühen Präklassik, etwa zwischen 3000 und 900 v. Chr. Damals entwickelt sich die ursprüngliche Jägergesellschaft zu einem auf Landwirtschaft beruhenden Gemeinwesen.

Doch erst in der mittleren Präklassik, von 900 bis 400 v. Chr., entstehen nachweisbar Städte, die untereinander Warenaustausch betreiben. Tempel in Form von Pyramiden werden gebaut, darunter die Pyramide von El Mirador im heutigen Guatemala.

Während der späten Präklassik, zwischen 400 v. Chr. und 250 n. Chr., ist ein starkes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen. In den größeren Zentren kommt es zur Herausbildung stabiler Herrschereliten: Lokale Könige und Adlige übernehmen staatliche und religiöse Funktionen.

Die frühe Klassik datieren Historiker von ungefähr 250 bis 600 n. Chr. Aus dieser Periode stammen die ältesten beschrifteten Stelen, deren Entstehungszeitpunkt sich dank entschlüsselter Kalenderangaben feststellen lässt. Solche Stelen berichten zum Beispiel vom großen Krieg zwischen den Mayastädten Calakmul und Tikal im Jahr 562.

Die späte Klassik, von etwa 600 bis 900 n. Chr., kennzeichnen voll entwickelte Stadtstaaten mit jeweils eigenem Herrscher und streng hierarchischen Verwaltungsstrukturen. Die Maya sind jetzt über die gesamte Halbinsel Yucatán verbreitet.

In der so genannten "goldenen Zeit" gibt es Städtebünde, die mehrere zehntausend Bewohner umfassen, Binnenhandel, der von einer speziellen Schicht von Kaufleuten getragen wird, sowie regen Import von Luxusgütern. Dammstraßen zwischen den Städten sowie Bewässerungssysteme gehören zu den beeindruckenden kulturellen Leistungen.

In der nachklassischen Zeit, ab etwa 900 n. Chr. bis 1511, sind starke toltekische Einflüsse nachgewiesen. Die Tolteken dringen als fremde Eroberer in Teile des Maya-Territoriums vor. Einzelne Maya-Zentren im südlichen Tiefland von Yucatán werden aufgegeben. Eine Wanderungsbewegung Richtung Norden setzt ein. Ab Mitte des 10. Jahrhunderts werden im gesamten Maya-Territorium keine Steinstelen mit Inschriften mehr errichtet. Viele Städte und Bewässerungssysteme verfallen.

Die Kolonialzeit beginnt 1511 mit der Landung von 13 spanischen Schiffbrüchigen auf Yucatán. Zwei der Gelandeten überleben. Einer von ihnen, der Soldat Gonzalo Guerrero, kämpft später auf Seiten der Maya gegen seine Landsleute.

Den Konquistadoren, anfangs sind es rund vierhundert Mann unter dem Cortés-Veteranen Francisco de Montejo, stehen zehntausende Maya-Krieger gegenüber, die jedoch untereinander zerstritten sind. Ende des 17. Jahrhunderts herrschen die Spanier über eine durch Krieg und Seuchen weitgehend entvölkerte Region.