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Mittelalter

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Von sozialer Ausgrenzung betroffen waren in den mittelalterlichen Städten auch die jüdischen Gemeinden. Juden bildeten eine eigene Gruppe in der Stadt und hatten einen eigenen Wohnbezirk, außerhalb dessen es ihnen nicht gestattet war, Häuser zu kaufen und zu bewohnen. Von den Handwerkszünften und der städtischen Verwaltung blieben sie ausgeschlossen. Außer Geldverleih waren den Juden sämtliche Berufszweige verwehrt. Obwohl sie in vielen Städten am wirtschaftlichen Aufstieg beteiligt waren, wurde ihnen ihre Sonderstellung in Krisenzeiten häufig zum Verhängnis. Auf der Suche nach einem Sündenbock zogen die Wucherer den Volkszorn auf sich. Sie wurden geächtet, verfolgt, im Extremfall getötet.