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Mittelalter

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Nominalismus: Richtung im so genannten Universalienstreit, die den Allgemeinbegriffen (Universalien) außerhalb des Denkens keine reale Existenz zuschreibt. Die Begriffe seien nur Namen (nomina) oder Zeichen für viele näherungsweise vergleichbare Dinge. Die Universalien sind Ergebnis des Denkens und spiegeln nicht die individuellen Qualitäten der Dinge wider.
Realismus: Während der Nominalismus nur die individuellen Einzeldinge als das wahrhaft Wirkliche zulässt und in den Universalien nur vom Menschen geschaffene Sammelnamen sieht, behauptet der Realismus die selbstständige Existenz der Gattungsbegriffe. Sie sind das eigentlich Reale, an dem die Einzeldinge bloß Anteil haben. Nach Ansicht der Realisten ist zum Beispiel die Farbe Rot Grund für die Realität der roten Dinge.
Wilhelm von Ockham (um 1285 bis etwa 1350): Einer der bedeutendsten Philosophen des späten Mittelalters und Vorbereiter der Moderne. Der englische Scholastiker vertrat im Universalienstreit die nominalistische Position. Sein und Denken waren für ihn von grundsätzlich verschiedener Natur.
Renaissance: Von Italien im 14. Jahrhundert ausgehende, sich in allen Lebens- und Geistesbereichen vollziehende Kulturwende vom Mittelalter zur Neuzeit. Sie entstand mit der Bewusstwerdung der Persönlichkeit und führte zur Ausbildung eines neuen Lebensgefühls unter Rückbesinnung auf die Antike.