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Ritter

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Die Entstehung des Rittertums, an der Schwelle zum 2. Jahrtausend n. Chr., ergab sich aus der kriegstechnischen Erfordernis, mit Armeen aus gepanzerten Reitern auf dem Schlachtfeld bestehen zu können. Zunächst rekrutierten Fürsten und Könige ihre Reitersoldaten aus freien Bauern, die als Gegenleistung für ihre Kampfkraft Grund und Boden erhielten. Doch Bauern, die ständig in den Krieg ziehen mussten, konnten ihre Felder nicht mehr bestellen und sahen sich aus diesem Grund gezwungen, den Status als Freie aufzugeben, um dem Kriegsdienst zu entgehen. Denn dieser forderte erheblichen finanziellen Aufwand. Hoch waren die Kosten für Anschaffung von Pferd, Rüstung und Bewaffnung: alles zusammen hatte den Gegenwert von 45 Kühen. Adelige Ritter, die über die nötigen finanziellen Mittel zur Anschaffung der Ausrüstung verfügten, lösten die freien Bauern als Kämpfer ab: Sie erhielten vom König oder Fürsten Ländereien, so genannte Lehen, die sie von unfreien Bauern bearbeiten ließen. Im Gegenzug gelobten sie ihrem Herrn Treue und Gefolgschaft. Mit dem Lehnswesen entstand die auf der Naturalwirtschaft basierende Grundherrschaft.