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Könige der Arktis
Eisbären bewohnen die Eisschollen und Eisberge des nördlichen Eismeeres. Die größten und stärksten Räuber der Arktis fressen vor allem Fische, Vogeleier und gestrandete Wale - aber am liebsten Robben. Deshalb bevorzugen Eisbären Gebiete, wo Wind und Meeresströmungen das Eis in Bewegung halten, denn dort bilden sich immer wieder offene Wasserstellen. Die dienen den Robben als Atemlöcher.

Hier liegen die Eisbären auf der Lauer: Sobald Robben auftauchen, um nach Luft zu schnappen, packen die Bären zu und verschlingen ihre Beute. Bei einer anderen Jagdmethode schleichen sich die Eisbären bis auf zwanzig Meter langsam an die Robben heran, stürzen sich auf die überraschte Beute und töten sie mit einem kräftigen Prankenhieb.

Vor allem im Frühjahr ist diese Methode erfolgreich: Zu dieser Zeit säugen Robben ihre Jungen in Höhlen, die sich unter einer dicken Schneeschicht auf dem Eis befinden. Eisbären suchen systematisch nach diesen Lagern und buddeln die Robben aus dem Schnee heraus. Um den Hunger zu stillen, benötigt ein einziger Eisbär mindestens eine Robbe pro Woche - also fünfzig bis hundert Robben im Jahr.