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Bereits um 793 versuchte Karl der Große, Donau und Rhein zu verbinden. Im 19. Jahrhundert ließ der bayerische König Ludwig I. einen 173 Kilometer langen Kanal von Kehlheim bis Bamberg bauen. Der Ludwig-Main-Donau-Kanal war allerdings aufgrund seiner vielen Schleusenanlagen und geringen Breite nur schlecht befahrbar und musste 1950 wegen Kriegsschäden aufgegeben werden. Die 1921 gegründete Rhein-Main-Donau AG wurde mit dem Neubau beauftragt. 1960 begannen die Bauarbeiten; mehr als drei Jahrzehnte später war der Kanal erstmals durchgängig befahrbar: Mit der Eröffnung der Teilstrecke zwischen Bamberg und Kehlheim am 25. September 1992 ergab sich eine 3.500 Kilometer lange Wasserstraße zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Der Rhein-Main-Donau-Kanal  ist insgesamt 677 Kilometer lang, vier Meter tief und 55 Meter breit; zur Überwindung der Höhenunterschiede sind sechzehn Schleusen notwendig. Zwar haben sich durch den Kanal die Schiffverkehrsmöglichkeiten auf der Donau wesentlich verbessert, doch er ist umstritten: Naturschützer lehnen ihn wegen massiver Eingriffe in die Landschaft ab. Die Behinderung des Hochwassers in den Donauauen verringert die Selbstreinigungskraft des Flusses und führt zum Verlust von rund 18 Millionen Quadratmetern schutzwürdiger Feuchtgebiete. Damit wird die Lebensbasis für zahlreiche Pflanzen und Tiere bedroht. Und auch die in den Kanal gesetzten großen wirtschaftlichen Erwartungen haben sich bisher nicht erfüllt.