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Eis

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Gletscher entstehen dort...
wo im Jahresmittel mehr Schnee fällt als schmelzen kann. Frisch gefallener Pulverschnee, der eine sehr geringe Dichte aufweist und zu gut neunzig Prozent voll Luft ist, bildet die Basis. Bei jedem weiteren Schneefall verdichten sich die bereits liegenden Schichten unter dem ansteigenden Gewicht weiterer Schneekristalle und die mit Luft gefüllten Hohlräume werden zusammengepresst.

Warme Sonnenstrahlen und abtauendes Wasser verstärken den Prozess. Im Laufe eines Jahres entsteht das so genannte Firneis, welches einen Luftanteil von noch gut dreißig Prozent aufweist und am Untergrund festgefroren ist. Hat sich das Eis dann derart verdichtet, dass nur noch knapp zwei Prozent mit Luft gefüllt sind, spricht man von Gletschereis. Unter dem Einfluss der Schwerkraft und dem der eigenen Masse beginnt sich ein Gletscher ab einem Durchmesser von mehr als dreißig Metern zu bewegen.

Die Dauer seiner Entstehung unterscheidet sich je nach den klimatischen Gegebenheiten: In den wärmeren Alpen beispielsweise wandelt sich Schnee wegen der Schmelzprozesse im Sommer innerhalb weniger Jahre zu einem Gletscher. In der Antarktis hingegen bleiben warme Monate aus und die Transformation dauert mehrere Jahrzehnte.