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Eiszeit

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Warmzeit in der Eiszeit
Laut offizieller Definition der Klimatologen herrscht eine Eiszeit, wenn so genannte Inlandeisschilde auf dem Globus existieren. Seit etwa dreißig Millionen Jahren ist die Antarktis vereist, seit mindestens 2,7 Millionen Jahren auch die Arktis. Wir leben also in einer Eiszeit. Diese Periode ist kurzzeitigen klimatischen Schwankungen unterworfen, den Kaltphasen (Glaziale) und den Warmphasen (Interglaziale).

Oft wird der Begriff Eiszeit allerdings synonym zu Kaltzeit oder Glazial verwendet. Die Kältephasen einer Eiszeit, gekennzeichnet durch massive Gletschervorstöße, sind in der Regel länger als die Wärmephasen, die nur rund 15.000 Jahre dauern. In der Wärmephase einer globalen Eiszeit bleibt das Klima im erdgeschichtlichen Vergleich relativ kalt, die Eisdecke von Polen und höheren Gebirgen wird durch Dauerfrost erhalten. Die Gletscher in mittleren Breiten gehen aber zurück, und es kommt dort zu wesentlich gemäßigterem Klima mit milden Wintern.

Unsere heutige Klimaperiode, in der geologischen Zeitskala als Holozän bezeichnet, ist eine Warmzeit innerhalb einer globalen Eiszeit und dauert bereits seit etwa 11.500 Jahren an. Der gesamte Zyklus von einer Warmzeit zur nächsten dauert um die hunderttausend Jahre. Warmzeiten beginnen häufig recht abrupt, während die Abkühlung eher schleichend erfolgt.