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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

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Weihnachtsland
Erzgebirge

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Spielzeugdorf des Erzgebirges
So wird ein kleiner Ort nahe der tschechischen Grenze genannt - Seiffen. Der Name geht auf das Ausseifen zurück - eine Technik, um den Bodenschatz Zinn zu gewinnen.

Der Bergbau war Jahrhunderte lang wichtigste Einnahmequelle der Einheimischen. Doch zu geringe Ausbeute, technische Erschwernisse beim Zinnabbau und billige Importe führten bis Mitte des 19. Jahrhunderts zum Niedergang des Zinnbergbaus.

Um den Lebensunterhalt zu sichern, besannen sich viele auf das alte Handwerk der Holzbearbeitung. Verschiedene Gewerbe entwickelten sich bald. Zunächst fertigten die Seiffener vorrangig Gebrauchsgegenstände des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel Teller, Spindeln oder Knöpfe.

Als Nebenprodukt entstanden schlichte Spielzeuge für Kinder. Daraus entwickelte sich die für ihre Perfektion und Qualität berühmt gewordene Seiffener Spielwarenmanufaktur, von deren Tradition man sich im örtlichen Spielzeugmuseum ein Bild machen kann.

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Ergebirgische Klöppelspitze
Neben der Holzschnitzkunst ist vor allem das Klöppeln, eine Technik zur Spitzenherstellung, eine wichtige erzgebirgische Tradition. Klöppeln ist eine Handarbeit, bei der Fäden mittels verschiedener Klöppel - das sind kleine, runde Holzstäbe - nach einem bestimmten Muster miteinander verknotet werden. Auf einem Klöppelsack oder -kissen, wird eine Musterzeichnung, der Klöppelbrief, befestigt, worauf wiederum die Fäden mit Stecknadeln fixiert werden.

Barbara Uthmann hat das Klöppeln im 16. Jahrhundert im Erzgebirge bekannt gemacht. Von ihrer Heimatstadt Annaberg aus errichtete sie ein gut funktionierendes Verlagswesen, mit dem sie das Handwerk rasch in der gesamten Region verbreitete. Heute wird die Tradition im Erzgebirge in den Klöppelschulen weiterhin gepflegt.