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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

Dieser Artikel gehört zu den Themen

Nordsee
Sturmflut

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Keen nich will dieken...
de mutt wieken - Wer nicht will deichen, der muss weichen: Bis ins 18. Jahrhundert oblag der Erhalt der Deiche den Leuten, die das Land hinterm Deich besaßen. Geregelt war das durch das Spadelandsrecht. Strenge Strafen erwarteten im Mittelalter diejenigen, die den Deichbau vernachlässigten: Schon das Beschädigen von Bäumen, die Deiche schützten, wurde mit Handabschlagen bestraft; durch wessen Deich die Flut brach, der kam selten mit dem Leben davon.

Zeit und Mittel zum Deicherhalt mussten die Landbesitzer selbst aufbringen. Vielen wurde die Belastung zu groß: Wer die Nase voll hatte und sein Land verließ, steckte einen Spaten in sein Deichstück. Der neue Besitzer musste dann den Spaten wieder herausziehen, als Zeichen dafür, dass er die Verantwortung am Deich übernahm. Erst während der Industrialisierung ging die Aufgabe des Küstenschutzes, und damit des Deichbaus, an den Staat über.

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Theodor Storm (1817 - 1888)
Der Husumer Autor von Novellen, Prosa und Gedichten ist einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Realismus.

Im Alter von sechzehn Jahren schrieb Storm erste Gedichte. Nach seinem Jurastudium in Kiel arbeitete er unter anderem als Rechtsanwalt in Husum und als Kreisrichter im thüringischen Heiligenstadt.

Theodor Storms heute bekanntestes Werk Der Schimmelreiter entstand in seinen letzten Lebensjahren und erschien nur wenige Monate vor seinem Tod. Heute gehört es in den meisten Bundesländern zur Schullektüre.