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Riesengebirge

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Unterwegs im Riesengebirge
Der Nationalpark Riesengebirge (im Polnischen Karkonosze, tschechisch Krkonoše) bildet die natürliche Grenze zwischen Polen und Tschechien und ist ein Teilgebirge der Sudeten. Mit den über 1.600 Meter hohen Kammlagen weist das Gebirge einen stark subalpinen Charakter auf. In Mitteleuropa wird es nur noch von den Alpen und den Karpaten überragt. Mehrere Gipfel liegen oberhalb der natürlichen Waldgrenze, so auch der höchste Berg, die Schneekoppe mit 1.605 Metern.

Bei Špindlerùv Mlýn, auf einer Höhe von 1.384 Metern, entspringt die Elbe. Weitere bedeutende Flüsse sind Velka Úpa (Große Aupa) und Malá Úpa (Kleine Aupa), sowie die Jizerka (Kleine Iser). Sie stürzen oft über die Kanten der Höhenzüge und bilden Wasserfälle mit bis zu 250 Meter Höhe. Von besonderer Bedeutung ist die Vegetation im Riesengebirge. Hier konnten sich unter speziellen Bedingungen Pflanzen anders als beispielsweise in den Alpen oder der Tundra entwickeln. Dieser einmalige Artenreichtum ist vor allem in den Gletscherkaren wie Obøí dùl (Riesengrund), Labský dùl (Elbgrund) und Dùl Bílého Labe (Weißwassergrund) anzutreffen. Diese Orte werden auch Gärtchen genannt, von denen es im Riesengebirge etwa fünfzehn gibt.

Eine weitere Besonderheit stellen die zahlreichen Bauden dar. Ursprünglich waren dies meist von Viehhirten im Sommer bewohnte Gebäude in den höheren Lagen des Gebirges. Die Hütten sind bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Herbergen für zahlreiche Touristen. In den letzten Jahren wurde das Riesengebirge beliebtes Ausflugsziel auch für deutsche Wanderer und Wintersportler.