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Schwarzes Meer

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Im Sommer 2008 wurde der Kaukasus zum Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Georgien und Südossetien. Die Wurzeln des Konflikts reichen bis in die Regierungszeit Stalins zurück, der das seit 1774 zu Russland gehörige Südossetien in den 1920er Jahren der damaligen Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik zugewiesen hatte.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 strebten Südossetien und sein Nachbar Abchasien die Autonomie an, während Georgien die beiden abtrünnig gewordenen Regionen als georgisches Territorium betrachtet. Im August 2008 eskalierten die einen Monat zuvor begonnenen Kampfhandlungen zwischen georgischen Soldaten und südossetischen Milizen, woraufhin Russland Georgien umzingelte und angriff.

Das offizielle Eingreifen in den Krieg begründete Moskau unter anderem damit, es müsse seine Landsleute in Ossetien und Abchasien vor der Gewalt georgischer Truppen retten, denn die Mehrheit der Bevölkerung sind russische Staatsbürger. Beide Konfliktparteien werfen sich gegenseitig ethnische Säuberungen vor.

Trotz des Friedensabkommens vom 16. August halten die Spannungen an, denn Russland hat wenige Wochen später, ungeachtet internationaler Proteste, Südossetien und Abchasien als unabhängige Staatsgebilde anerkannt. Georgien befürchtet nun, die Anerkennung der beiden Republiken sei nur ein erster Schritt Russlands, die Gebiete später zu annektieren.