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Die Sahara
Sie umfasst ein Drittel des Afrikas. Achtzig Prozent von Europa wären unter Sand und Steinen verschwunden, würde sie unseren Kontinent bedecken. Die Sahara ist mit neun Millionen Quadratkilometern die größte Wüste der Welt.

"Unfruchtbares Land" bedeutet Sahara im Arabischen. Sie dehnt sich sechstausend Kilometer von der Atlantikküste bis zum Roten Meer aus und ist vom Atlasgebirge im Norden bis zum Sudan im Süden zweitausend Kilometer breit. An ihren südlichen Rand schließt sich die Sahel-Zone an, die mehr Regen erhält.

Knapp 2,5 Millionen Menschen leben in der Sahara, die meisten in der Sahel-Zone. Reisende sind immer wieder fasziniert von der landschaftlichen Vielfalt der Sahara, denn entgegen allen Klischees besteht die Sahara nur zu fünfzehn Prozent aus Sandwüsten (Erg). Sie vereint auf ihrer Fläche die verschiedensten Wüstentypen, zu denen Felswüsten (Hammada), Kies- (Serir) und Geröllwüsten (Reg), Lehmwüsten und Salzwüsten (Sebcha) gehören.

Der einzige Dauerfluss ist der Nil. Oasen aber werden vom Grundwasser gespeist. Trockene Flussbetten, so genannte Wadis, füllen sich nach heftigen Regengüssen. Das Wasser kommt so plötzlich, dass es nicht verwundert, wenn die Legende besagt, dass bereits mehr Menschen in der Wüste ertrinken als verdursten.