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Atomwaffen

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Globale Null
Dem Iran sei es gelungen, Uran auf zwanzig Prozent anzureichern, erklärte Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Februar 2010 - sein Staat sei nun ein "Atomstaat". Die Weltgemeinschaft ist besorgt. Erstmals im Jahr 2002 wurde bekannt, dass der Iran Atomanlagen unterhält. Seitdem bemühen sich die USA, ein EU-Dreigestirn aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland, und die Internationale Atomenergiebehörde IAEO, Einblick in das Atomprogramm zu erlangen und Irans nukleare Ambitionen zu dämpfen. Ahmadinedschad verweist auf den Atomwaffensperrvertrag, der seinem Land das Recht gibt, friedliche Atomforschung zu betreiben und Kernkraft zur Energiegewinnung einzusetzen. Im Westen fragt man sich: Bastelt Teheran an der Bombe? 

So paradox es klingt: Irans Atomprogramm könnte die Chancen auf atomare Abrüstung steigern! Anfang 2007 nahm in den USA die Initiative Global Zero ihren Anfang. Deren Initiatoren sind nicht romantisierende Pazifisten, sondern knallharte Realpolitiker: die ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger und George P. Shultz, der frühere Verteidigungsminister William Perry sowie der Ex-Senator Sam Nunn. Sie verlangen, die Anzahl der Atomwaffen weltweit auf Null zu reduzieren. Begründung: Die alte Strategie der gegenseitigen Abschreckung funktioniere nicht mehr, vielmehr steige die Gefahr eines Atomwaffeneinsatzes dramatisch. "Kräfte der Desintegration" gefährdeten das Gleichgewicht des Schreckens. "Die Zeit ist nicht auf unserer Seite. Die Dinge könnten uns entgleiten", fasst George P. Shultz die Aussichten zusammen.

Vielleicht bewegt sich ja tatsächlich etwas. Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew jedenfalls unterstützt Forderungen nach atomarer Abrüstung, und US-Präsident Barack Obama hat sich 2009 zum Ziel einer atomwaffenfreien Welt bekannt. Die USA und Russland verfügen zusammen über mehr als neunzig Prozent der Atomwaffen weltweit und feilen derzeit an einem Abkommen, das ihren Arsenalen eine strikte Obergrenze auferlegt. Ein solcher Vertrag wäre die erste Abrüstungsvereinbarung in fast zwei Jahrzehnten. Dass sich Global Zero verwirklichen lässt, halten manche Experten dennoch für unwahrscheinlich. Die Erfindung der Atombombe ließe sich eben nicht rückgängig machen und es werde immer Staaten geben, die sich bedroht fühlten und darum auf die Bombe vertrauten. Nach Ansicht von Rüstungsexperten würde in einer atomwaffenfreien Welt zudem das konventionelle Wettrüsten angeheizt und das Risiko konventioneller Kriege steigen. 

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Schmutzige Bomben (engl: dirty bombs) sind Explosivkörper aus konventionellem Sprengstoff, dem radioaktive Substanzen beigefügt sind. Weil man sie mit einfachsten Mitteln herstellen kann, könnten sie zur idealen Waffe für Terroristen werden. Den Verdacht, dass es sich da um eine vor allem medial aufgebauschte Bedrohung handelt, legt eine Einschätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz nahe. Die Gefahr liege eher in "großer Besorgnis und Überreaktionen der Bevölkerung", heißt es.