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Kolonien

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Gouverneur Theodor Leutwein...
schrieb kurz vor dem Ersten Weltkrieg eine Analyse der Situation in der deutschen Kolonie. Ausführlich geht er darin auf die Bedeutung der Kapitalgesellschaften ein: "In Südwestafrika bilden die Gesellschaften noch immer einen Pfahl im Fleische... In letzterer Zeit ist es immerhin der Regierung gelungen, mit allen Gesellschaften Verträge über Landverkäufe abzuschließen ... Damit ist wenigstens der bisherigen spekulativen Besiedlungshinderung der Landgesellschaften ein Ziel gesetzt, aber der schon angerichtete Schaden konnte nicht wieder gut gemacht werden."

Weiter: "Wenn auch andererseits anzuerkennen ist, dass von vornherein versucht werden musste, Privatkapital und Privatunternehmungen für unsere Kolonien zu gewinnen, durfte das niemals mit derartigen Zugeständnissen verbunden sein. Trotzdem die Landgesellschaften anfangs erhebliche Verluste hatten, ist doch ihr Wagnis nicht sonderlich hoch anzuschlagen, da ihnen mit zunehmender Besiedlung endlich große Gewinne zufallen mussten."

Bekannte Tatsache war offenbar auch die internationale Zusammensetzung der Gesellschaften: "An der South West Afrika Comp. und der Otavigesellschaft sind englisches Kapital stark beteiligt, bei einer anderen Gesellschaft, der South African Territorries Limited, spielt englisches Kapital die führende Rolle, und diese Gesellschaft hat sich als die bedenklichste unter allen Landgesellschaften erwiesen."