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Atomwaffen

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Warum führen Menschen Kriege?
Welchen Weg gibt es, Kriege zu vermeiden? Dies ist der Brocken, den Einstein auf den Tisch wirft - im Fragespiel mit Sigmund Freud. Anlass war: Ein Internationales Institut für geistige Zusammenarbeit in Paris hatte den Physiker gebeten, mit einer Person seiner Wahl in Gedankenaustausch über Kriegsursachen und Kriegsverhütung zu treten.

Im Juli 1932 schrieb Einstein an Freud; Ende September kam die Antwort aus Wien. Wie kaum anders zu erwarten, zieht Freud zur Erklärung von Krieg und Gewalt den von ihm festgestellten allgemeinen menschlichen Destruktionstrieb heran.

Lediglich im Gegenspieler dieses Triebes, im Eros, liege die Chance: "Alles, was Gefühlsbindungen unter den Menschen herstellt, muss dem Krieg entgegenwirken." Brisanter: Für praktische Zwecke hat Freud die Idee der Erziehung "einer Oberschicht selbstständig denkender... Menschen, denen die Lenkung der unselbstständigen Massen zufallen würde".

Ein Gedanke, der in jeweils spezifischer Form wohl Lenin, Mussolini und Hitler auch schon gekommen war. Brief und Antwortbrief wurden Anfang 1934 publiziert. Doch viel war inzwischen in Deutschland geschehen. Das wohlgemeinte Büchlein blieb ohne Wirkung und unbeachtet.