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Helmuth Carl Bernhard von Moltke
Denkmäler wurden ihm zu Ehren errichtet, Straßen und Plätze tragen seinen Namen: Helmuth von Moltke, preußischer Generalfeldmarschall und Wegbereiter der Reichseinigung 1871. Durch seine Triumphe im Krieg gegen Dänemark (1864), vor allem aber im Bruderkrieg gegen Österreich und dessen Verbündete bei Königgrätz (1866) sowie schließlich im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 war Moltke zu Lebzeiten nicht weniger populär als Kaiser Wilhelm I. oder Reichskanzler Bismarck. Doch im Laufe der Zeit verlor sich der Glanz, Moltke geriet in Vergessenheit. Dabei ist die Biografie des großen Militärs ebenso spannend wie die des berühmten Politikers:

Helmuth von Moltke wird am 26.Oktober 1800 auf einem Gut bei Parchim in Mecklenburg geboren. Die militärische Laufbahn schlägt er bereits im Alter von elf Jahren ein: Wie schon sein Vater und seine Brüder tritt Moltke in den Dienst des dänischen Heeres und besucht die Kadettenakademie in Kopenhagen. 1822 wechselt der junge Leutnant jedoch aufgrund besserer Karriereaussichten zur preußischen Armee. Von 1823 bis 1826 besucht Moltke die Allgemeine Kriegsschule in Berlin und wird 1833 in den Großen Generalstab versetzt. 1835 folgt die Beförderung zum Hauptmann.

1835 reist Moltke in den Südosten Europas. Zwischen 1836 und 1839 steht er als Instrukteur der türkischen Truppen in Diensten des Osmanischen Reichs. In dieser Zeit beteiligt er sich an mehreren Feldzügen Sultan Mahmuds II. Die aufgezeichneten Eindrücke und Erfahrungen seines Aufenthalts am Bosporus tragen den Titel Unter dem Halbmond. Briefe über Zustände und Begebenheiten in der Türkei aus den Jahren 1835 bis 1839.

Der "große Schweiger", wie Moltke auch genannt wird, ist erstaunlicherweise manchmal äußerst redselig: Schon als junger Leutnant veröffentlicht er Novellen, historische Abhandlungen und militärwissenschaftliche Werke. Und auch der spätere Feldherr bringt seine Erinnerungen nach dem Verstummen der Kanonen immer wieder zu Papier...

(Fortsetzung in Teil 2)