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Eisenbahn

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Helmuth Carl Bernhard von Moltke (Teil 2)
Nach seiner Rückkehr wechselt Moltke zwischen verschiedenen Stabs- und Adjutantendiensten innerhalb der preußischen Armee. So ist er von 1849 bis 1855 Chef des Generalstabes des VI. Armeekorps und ab 1856 Adjutant des späteren Kaisers Friedrich III. Im Jahr 1857 erreicht Moltke den Höhepunkt seiner Karriere, als man ihn mit der Führung des Großen Generalstabs betraut - eine Aufgabe, die er mehr als dreißig Jahre lang erfüllen wird. In dieser Funktion leitet Moltke fortan die wichtigsten militärischen Operationen Preußens.
 
Der geniale Stratege verfolgt aufmerksam die wirtschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit. Früh erkennt Moltke die Bedeutung moderner Transport- und Kommunikationsmittel für die Kriegsführung. So widmet sich der neue Generalstabschef, privat mit 10.000 Talern an der Berlin-Hamburger Eisenbahn beteiligt und  Mitglied deren Verwaltungsrates, zuallererst dem Eisenbahnwesen. Und die Welt staunt kurz darauf über einen Feldherrn, dem es gelingt, weit verstreut operierende Armeen wie auf Kommandoruf blitzschnell zusammenzufassen. "Getrennt marschieren - vereint schlagen" lautet Moltkes Devise, die er von Napoleon I. übernahm.
 
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg erhebt Kaiser Wilhelm I. Moltke in den Grafenstand und ernennt ihn zum Feldmarschall. Aus dem aktiven "Kriegsgeschäft" zieht sich der inzwischen rüstige Militär zurück. Stattdessen wird Moltke Mitglied des Reichstags, besucht alle Sitzungen mit bemerkenswerter Pünktlichkeit und hält kurze, aber präzise Reden. Thema seiner letzten Rede ist übrigens die "Einführung der Reichseinheitszeit in der Eisenbahnverwaltung". Moltke, neben Alexander dem Großen einziger Feldherr der Geschichte, der nie eine Schlacht verlor, stirbt am 24. April 1891 friedlich beim Kartenspiel.