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Eisenbahn

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Staats- oder Privatbahn?
Diese Frage stellte sich nicht erst in den letzten Jahren. Zu Beginn der Eisenbahngeschichte war sowohl der Aufbau des Schienennetzes als auch der Betrieb der Züge ausschließlich in privater Hand. Schnell überstiegen die hohen Bau- und Instandhaltungskosten aber die Einnahmen der privaten Betreiber.

Indem die Regierung finanzielle Beihilfen für bauliche Maßnahmen und den Lohn der Arbeiter bereitstellte, erwies sie sich als weitsichtig; der Erfolg der Eisenbahn, ihre Bedeutung für Handel und Gewerbe, ihre schnelle Ausbreitung und relative Zuverlässigkeit machten aus der Eisenbahn, wo man sie zur Staatsbahn machte, eine lukrative Einnahmequelle.

Arbeitsplätze bei den staatseigenen Bahnen waren krisenfest, prestigeträchtig und sie nahmen immer mehr zu: bereits 1907 waren über 75 Prozent aller preußischen Beamten bei der Bahn beschäftigt.