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Nachdem die Brüder Niccoló und Matteo Polo zwischen 1260 und 1269 das Reich der Mongolen schon einmal bereist und dort erste Kontakte mit Kublai Khan geknüpft hatten, brachen sie 1271 als offizielle Gesandte des Papstes erneut auf und wurden diesmal von Niccolós 17-jährigen Sohn Marco begleitet. Allein die Hinreise dauerte über drei Jahre und führte die Männer unter anderem durch Palästina, Persien, die Wüste Gobi und an der Seidenstraße entlang bis nach China.

In Schangdu, der Sommerresidenz des Khans, wurden die Polos freundlich empfangen und genossen bald das Vertrauen des Herrschers - während Vater und Onkel Geschäfte betrieben, wurde Marco mit diversen Missionen betraut, die den Venezianer in die entlegensten Teile des riesigen Reichs führten. Auf diesen Reisen gelangte er südwärts sogar bis nach Burma, Tibet und Indien.

Bis 1292 lebten die Polos unter der Obhut des Khans in dessen Reich. Als unruhige Zeiten drohten, entschieden sie, nach Venedig zurückzukehren. Die Heimreise führte sie - diesmal auch auf dem Seeweg - vorbei an den Küsten Vietnams, Malaysias und Sumatras ins persische Hormus und endlich über Konstantinopel nach Venedig, wo sie 1295, mit Reichtümern beladen, nach 24 Jahren Abwesenheit eintrafen. Es verwundert kaum, dass selbst Angehörige die Totgeglaubten zunächst nicht erkannten. So weit die Legende...