Feuerwehr-Chronik
Aus Misstrauen gegenüber "unsicheren Elementen" untersagte Kaiser Trajan einst die Bildung von Feuerwehren; im mittelalterlichen Wien wurden Bader und Handwerker zu Bränden gerufen.Über Aquädukte versorgten die Römer ihre Städte mit Trink- und Löschwasser.
(Bild: Aqua Claudia, aus der Encyclopedia Britannica, 1911)
(Bild: Aqua Claudia, aus der Encyclopedia Britannica, 1911)
10.000 v. Chr.: Der Steinzeitmensch beherrscht die Kunst, die beim Schlagen von Feuerstein entstehenden Funken mit Zunder aufzufangen und dessen Glut durch Blasen zum Feuer anzufachen.
700 v. Chr.: Hiskia, König von Juda, lässt zur Versorgung seiner Hauptstadt Jerusalem mit Trink- und Löschwasser eine Wasserleitung anlegen.
300 v. Chr.: Für Feuerschutz und nächtliche Sicherheit ist zur Zeit der römischen Republik ein Dreimännerkollegium, die Tresviri nocturni verantwortlich.
220 v. Chr.: Folgende Löschwerkzeuge gehören zum Bestand eines römischen Hauses: Essig zum Löschen, Decken, Spritzen, Einreißhaken, Leitern, Matten, Schwämme, Feuereimer und Besen.
100 v. Chr.: Aus Angst vor einer "Zusammenrottung unsicherer Elemente" lehnt Kaiser Trajan die Bildung einer Feuerwehr aus Zimmerleuten ab. Statthalter Plinius der Jüngere hatte den Vorschlag gemacht, nachdem ein Brand in seiner Provinzhauptstadt wegen Mangels an Löschgeräten und geübter Löschmannschaft bedrohliche Ausmaße angenommen hatte.
1454: In Wien wird die erste Feuerordnung erlassen. Zimmerleute sollen mit ihren Werkzeugen und Bader mit ihren Bottichen zur Brandstelle eilen.
1534: Mit der neuen Feuerverordnung vom 28. April wird der Wachdienst des Türmers von Sankt Stephan eingeführt: Feuersignale durch Glockenschlag und Richtungsangabe durch Ausstecken einer roten Fahne bei Tag und einer roten Laterne bei Nacht sollen die Wiener warnen.
1602: Die Stadt Nürnberg kauft für 600 Gulden eine große Feuerspritze.
30. November 1676: Gründung der Hamburger Generalfeuercassa als erste deutsche Feuerversicherung.
1707: Das englische Parlament verabschiedet ein Gesetz, wonach an die Wasserleitungen in London Absperrhähne für die Feuerwehr angeschlossen werden müssen, die durch ein Schild am nächsten Haus - wie unsere heutigen Hydranten - zu kennzeichnen sind...
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Wer "Feuer" sagt, ...
meint einen sichtbaren Verbrennungsprozess, bei dem zunächst eine Initialzündung (zum Beispiel eine Feuerzeugflamme) genügend Wärme freisetzen muss, um einen Brennstoff zu einer Reaktion mit Sauerstoff anzuregen. Ist diese Oxidation einmal in Gang gesetzt, gibt sie von sich aus genügend Wärme frei, um auf den gesamten Brennstoff überzugreifen.
Es entsteht eine Kettenreaktion, die dem Feuer ermöglicht, sich selbst zu erzeugen. Sichtbar wird das durch Rußpartikel, genauer gesagt: Kohlenstoffatome. Diese lösen sich aus dem entzündeten Brennstoff und steigen mit der freigesetzten Wärme senkrecht auf.
Die Elektronen der Kohlenstoffatome haben auf Grund der Wärme ein höheres Energieniveau erreicht. Sie entfernen sich vom Atomkern zur Außenhülle, können ihre neue Position aber nicht lange aufrechterhalten, weil sie sich sofort wieder abkühlen. Mit dem Wärmeverlust kehrt sich der Vorgang um.
Die Elektronen geben ihre nun frei werdende Energie wieder ab - nicht in Form von Wärme, sondern als Lichtquanten (Photonen). Diese Bausteine elektromagnetischer Strahlung sind das Licht, welches das menschliche Auge als Flamme wahrnimmt.
meint einen sichtbaren Verbrennungsprozess, bei dem zunächst eine Initialzündung (zum Beispiel eine Feuerzeugflamme) genügend Wärme freisetzen muss, um einen Brennstoff zu einer Reaktion mit Sauerstoff anzuregen. Ist diese Oxidation einmal in Gang gesetzt, gibt sie von sich aus genügend Wärme frei, um auf den gesamten Brennstoff überzugreifen.
Es entsteht eine Kettenreaktion, die dem Feuer ermöglicht, sich selbst zu erzeugen. Sichtbar wird das durch Rußpartikel, genauer gesagt: Kohlenstoffatome. Diese lösen sich aus dem entzündeten Brennstoff und steigen mit der freigesetzten Wärme senkrecht auf.
Die Elektronen der Kohlenstoffatome haben auf Grund der Wärme ein höheres Energieniveau erreicht. Sie entfernen sich vom Atomkern zur Außenhülle, können ihre neue Position aber nicht lange aufrechterhalten, weil sie sich sofort wieder abkühlen. Mit dem Wärmeverlust kehrt sich der Vorgang um.
Die Elektronen geben ihre nun frei werdende Energie wieder ab - nicht in Form von Wärme, sondern als Lichtquanten (Photonen). Diese Bausteine elektromagnetischer Strahlung sind das Licht, welches das menschliche Auge als Flamme wahrnimmt.



