Himmel über der See
Während der 1920er Jahre begannen Staaten damit, ihre Marinen mit Flugzeugträgern aufzurüsten. Letzte Zweifler belehrte der Zweite Weltkrieg; Seemacht bedeutete von nun an, den Luftraum zu beherrschen.Während einer Übungseinheit klinkt eine Douglas TBD-1 der US Navy im Oktober 1941 einen Torpedo aus. (Bild: US Navy)
Desaster für Italien
Die Dunkelheit sichert das Überraschungsmoment: Abgeworfene Torpedos setzen zwei Schlachtschiffe außer Gefecht; wenig später beschädigt eine zweite Angriffswelle ein weiteres Schlachtschiff schwer. Innerhalb kurzer Zeit verliert Italiens Marine ihre drei modernsten Einheiten und büßt die Fähigkeit zur Offensive im Mittelmeer weitgehend ein.
Szenenwechsel. Am 24. Mai 1941, gegen sechs Uhr morgens, trifft eine Salve aus den Geschütztürmen des deutschen Vorzeige-Schlachtschiffs Bismarck den englischen Schlachtkreuzer Hood. Die Hood explodiert und sinkt. Selbst leicht beschädigt, versucht die Bismarck, den Kreuzern der Royal Navy zu entkommen, die die Verfolgung aufgenommen haben.
Hilfloser Koloss
Gerade mal drei Tage später endet auch die Bismarck auf dem Meeresgrund. Doch nicht die Schiffe der englischen Marine werden ihr zum Verhängnis. Vielmehr erliegt sie einem Luftangriff, ausgehend vom britischen Flugzeugträger Ark Royal. Obgleich die Bismarck keinen "tödlichen" Einschlag erleidet, zerstört ein Torpedo die Ruderanlage und macht sie manövrierunfähig; die Kreuzer haben schließlich leichtes Spiel.
Schnitt. Südostasien, Anfang Dezember 1941: Der japanische Vormarsch ist in vollem Gange. Das britische Schlachtschiff Prince of Wales und der Kreuzer Repulse brechen, begleitet von einem Zerstörergeschwader, von Singapur nach Norden auf. Sie sollen feindliche Truppentransporter abfangen.
Mit Bomben und Torpedos
Am 10. Dezember gerät der Verband unter Beschuss. Japanische Flugzeuge, stationiert in Indonesien, attackieren die Prince of Wales und die Repulse mit Bomben und Torpedos - und mit Erfolg: beide Schiffe sinken. Dies war, so schreibt ein Militärhistoriker, "eine Lektion für Unbelehrbare, die bezweifelten, dass Großkampfschiffe auf hoher See aus der Luft vernichtet werden konnten".
Wer fliegt, siegt
Normalerweise weckt das Wort Seeschlacht Assoziationen von abgefeuerten Breitseiten und vom Kampf Schiff gegen Schiff. Doch die Art der Kriegführung auf See änderte sich während des Zweiten Weltkriegs grundlegend: Nicht die Größe der Kaliber oder die Anzahl der an Bord montierten Geschütze, nicht die Stärke der Panzerung oder die Navigationskünste des Kapitäns verhalfen dem einen zum Sieg und verdammten den anderen zur Niederlage. Entscheidend war etwas anderes: die Überlegenheit in der Luft!
Grundlegende Asymmetrie
Schlachtschiffe erwiesen sich als leicht verwundbar, wenn sie von Torpedoträgern oder Bombern angegriffen wurden. Gegen schnelle und wendige Flugzeuge gab es keine sichere Abwehr - jedenfalls nicht, solange keine eigenen Jagdflugzeuge in der Nähe waren. Bordflak allein war unzureichend, um ein Bombergeschwader zurückzuschlagen...
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Der erste Mensch,...
der jemals von einem Schiff startete, war der amerikanische Flugakrobat Eugene Ely. Am 14. November 1910 hob er mit seinem Doppeldecker von einer Rampe ab, die eigens auf dem Kreuzer USS Birmingham angebracht worden war. Zwei Monate später bewies Ely, dass die Landung auch möglich ist.
Visionäre Militärs erkannten das Potenzial dieser Idee. Die HMS Argus der britischen Royal Navy war 1918 der erste vollausgebildete Flugzeugträger, auf dessen Oberdeck Kampfflugzeuge sowohl starten als auch landen konnten. Doch erst nach dem Ersten Weltkrieg forcierte man die Ausstattung der Marinen mit dem neuen Schiffstyp, wobei sich die US Navy besonders hervortat: 1922 stellte sie USS Langley in Dienst, 1928 folgten USS Lexington und USS Saratoga.
Es war aber hauptsächlich Japan, das auf Flugzeugträger setzte: Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges verfügte diese Nation mit zehn Einheiten über die größte und modernste Flugzeugträgerflotte der Welt.
der jemals von einem Schiff startete, war der amerikanische Flugakrobat Eugene Ely. Am 14. November 1910 hob er mit seinem Doppeldecker von einer Rampe ab, die eigens auf dem Kreuzer USS Birmingham angebracht worden war. Zwei Monate später bewies Ely, dass die Landung auch möglich ist.
Visionäre Militärs erkannten das Potenzial dieser Idee. Die HMS Argus der britischen Royal Navy war 1918 der erste vollausgebildete Flugzeugträger, auf dessen Oberdeck Kampfflugzeuge sowohl starten als auch landen konnten. Doch erst nach dem Ersten Weltkrieg forcierte man die Ausstattung der Marinen mit dem neuen Schiffstyp, wobei sich die US Navy besonders hervortat: 1922 stellte sie USS Langley in Dienst, 1928 folgten USS Lexington und USS Saratoga.
Es war aber hauptsächlich Japan, das auf Flugzeugträger setzte: Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges verfügte diese Nation mit zehn Einheiten über die größte und modernste Flugzeugträgerflotte der Welt.



