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Jagdflieger
Luftwaffe

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Das Unterbrechergetriebe...
ist die Kopplung zwischen Propellerwelle und Maschinengewehr des Jagdflugzeugs, die das Feuer des Maschinengewehrs unterbricht, wenn ein Geschoss ein vor der Mündung vorbeiziehendes Propellerblatt treffen würde. Propellerwelle und Maschinengewehr wurden damit synchronisiert, um eine unbeabsichtigte Selbstzerstörung zu verhindern.

Anfängliche Versuche, die Rotorblätter mit Geschossabweisern aus Stahlblech vor dem MG-Feuer des eigenen Piloten zu schützen, schlugen fehl. Sogar ein französischer Entwurf, der schon auf der Synchronisation von Propellerwelle und Maschinengewehr beruhte, erwies sich als weitgehend kampfuntauglich. Da schuf der Fokker-Ingenieur Heinrich Lübbe 1915 die erste überzeugende Konstruktion.

Perfekter wurde die Lösung in den 1930er Jahren, als anstelle der reinen Mechanik elektrisch gezündete Munition Verwendung fand, die den Zündimpuls von den Zündmagneten des Motors erhielt.

Bedeutungslos wurde das Unterbrechergetriebe erst mit dem Aufkommen von Strahltriebwerken. Es hat als technische Idee das Entstehen der Jagdfliegerei möglich gemacht.  Von da an konnte der einzelne Pilot Avionik und Waffe gleichzeitig handhaben.

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Oswald Boelcke (1891 bis 1916)...
gilt neben Max Immelmann als "Senior" der deutschen Jagdflieger im Ersten Weltkrieg. Der zu den ersten deutschen Fliegerassen zählende Pilot stellte ein Regelwerk für den Luftkampf auf, die Dicta Boelcke.

Eine Kostprobe: "Regel 1: Sichere Dir alle Vorteile (Geschwindigkeit, dazu Höhe und zahlenmäßige Überlegenheit) bevor Du angreifst. Greife immer aus der Sonne an... Regel 5: In jeglicher Form des Angriffs ist eine Annäherung an deinen Gegner von hinten erforderlich... Regel 6: Wenn Dich der Gegner im Sturzflug angreift, versuche nicht dem Angriff auszuweichen, sondern wende Dich dem Angreifer zu."

Experten bewundern noch heute die fast zeitlose Gültigkeit von Boelckes Dicta. Auch Manfred von Richthofen war bekannt für das äußerst präzise Befolgen der Regeln seines einstigen Lehrers.

Boelcke starb am 28. Oktober 1916, nachdem die Maschine eines Freundes versehentlich den rechten Flügel seines eigenen Flugzeugs touchiert hatte. Während des Ersten Weltkriegs gingen fast genauso viele Maschinen durch technische Defekte oder Pilotenfehler verloren wie durch Feindeinwirkung.